06.03.1967

GEFLOHEN - HINGERICHTET - ÜBERLEBT

Gunter d'Alquen, Standartenführer, Chefredakteur des "Schwarzen Korps" und Kommandeur der SS-Kriegsberichter-Standarte "Kurt Eggers"; kaufmännischer Angestellter in Essen.
Erich von dem Bach-Zelewski, Obergruppenführer, Chef der Bandenkampfverbände; 1962 von einem Nürnberger Schwurgericht zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.
Gottlob Berger, Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Chef des SS-Hauptamtes; 1949 von einem US-Gericht in Nürnberg zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, 1952 begnadigt; lebt in Gerstetten bei Heidenheim/Brenz.
Dr. Werner Best, Obergruppenführer, Reichsbevollmächtigter in Dänemark; 1948 von einem Kopenhagener Gericht zum Tode verurteilt, 1949 zu fünf Jahren Gefängnis begnadigt, 1951 entlassen; kaufmännischer Direktor in Mülheim an der Ruhr.
Kurt Daluege, Oberstgruppenführer und Stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren; 1946 in Prag hingerichtet.
R. Walther Darré, Obergruppenführer, Reichslandwirtschaftsminister; 1953 in München gestorben.
Léon Degrelle, Obersturmbannführer, Kommandeur der 28. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division "Wallonien"; 1945 von einem belgischen Gericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt; lebt in Spanien.
Rudolf Diels, Oberführer, Regierungspräsident; 1957 bei Hannover tödlich verunglückt.
Josef ("Sepp") Dietrich, Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS, Oberbefehlshaber der 6. SS-Panzer-Armee; 1946 von einem US-Militärgericht zu lebenslänglicher Haft verurteilt, 1955 entlassen, 1958 vom Landgericht München I zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt; 1966 in Ludwigsburg gestorben.
Dr. Oskar Dirlewanger, Oberführer, Kommandeur der 26. Waffen-Grenadier-Division der SS; 1945 in Altshausen/ Württemberg gestorben.
Adolf Eichmann, Obersturmbannführer, Leiter des Sondereinsatzkommandos Eichmann; 1962 in Jerusalem hingerichtet.
Theodor Eicke, Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Kommandeur der 3. SS-Panzer-Grenadier-Division "Totenkopf"; 1943 an der Ostfront gefallen.
Karl Hermann Frank, Obergruppenführer, Höherer SS- und Polizeiführer in Böhmen und Mähren; 1946 in Prag hingerichtet.
Odilo Globocnik, Gruppenführer, Höherer SS- und Polizeiführer Adriatisches Küstenland; 1945 Selbstmord in Österreich.
Ulrich Greifelt, Obergruppenführer, Chef des Stabshauptamts Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums; 1948 von einem US-Militärgericht in Nürnberg zu lebenslänglicher Haft verurteilt; 1949 gestorben.
Paul Hausser, Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe G; Pensionär in Ludwigsburg.
Professor Dr. Reinhard Höhn, Oberführer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Reichsführung-SS; leitet die Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft in Bad Harzburg.
Rudolf Höß, Obersturmbannführer, Chef des Amtes D I (Zentralamt der Konzentrationslager) im Wirtschaftsverwaltungshauptamt; 1947 im Lager Auschwitz hingerichtet.
Friedrich Jeckeln, Obergruppenführer, Höherer SS- und Polizeiführer Ostland; 1946 im Getto von Riga hingerichtet. Heinz Jost, Brigadeführer, Chef der Einsatzgruppe A; 1948 von einem US-Militärgericht in Nürnberg zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, 1951 begnadigt; 1964 gestorben.
Dr. Ernst Kaltenbrunner, Obergruppenführer, Chef des Reichssicherheitshauptamtes; 1946 in Nürnberg hingerichtet. Dr. Hans Kammier, Gruppenführer, Chef der Amtsgruppe C des Wirtschaftsverwaltungshauptamtes; 1945 bei den Kämpfen um Berlin gefallen.
Wilhelm Keppler, Obergruppenführer, Staatssekretär im Reichsaußenministerium; 1949 von einem US-Militärgericht zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, 1951 begnadigt; 1960 gestorben. Dr. Helmut Knochen, Standartenführer, Gruppenleiter im Reichssicherheitshauptamt; 1954 von einem französischen Gericht zum Tode verurteilt, 1963 entlassen; lebt in Offenbach.
Wilhelm Koppe, Obergruppenführer, Höherer SS- und Polizeiführer Ost; von 1960 bis 1962 in Untersuchungshaft; lebt in Bonn.
Gerret Korsemanil, Gruppenführer, zur Waffen-SS strafversetzt; 1946 in der Sowjet-Union hingerichtet.
Friedrich-Wilhelm Krüger, Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Kommandierender General des V. SS-Gebirgskorps; 1945 Selbstmord an der Ostfront.
Werner Lorenz, Obergruppenführer, Chef der Volksdeutschen Mittelstelle; 1948 von einem US-Militärgericht in Nürnberg zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, 1952 entlassen; lebt in Büderich bei Düsseldorf.
Josef Meisinger, Standartenführer, Beauftragter des Reichssicherheitshauptamtes in Tokio; 1947 in Polen hingerichtet.
Dr. Konrad Morgen, Obersturmbannführer, SS-Richter; Rechtsanwalt in Frankfurt am Main.
Heinrich Müller, Gruppenführer, Chef des Amtes IV (Gestapo) im Reichssicherheitshauptamt; 1945 bei den Kämpfen um Berlin verschollen.
Arthur Nebe, Gruppenführer, Chef des Amtes V (Kriminalpolizei) im Reichssicherheitshauptamt; März 1945 im Zusammenhang nut dem 20. Juli 1944 hingerichtet.
Carl-Albrecht Oberg, Obergruppenführer, Höherer SS- und Polizeiführer in Frankreich; 1954 von einem französischen Gericht zum Tode verurteilt, 1958 zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt, 1963 entlassen; 1965 in Flensburg gestorben.
Otto Ohlendorf, Gruppenführer, Chef des Amtes III (Inland-SD) im Reichssicherheitshauptamt und Ministerialdirektor im Reichswirtschaftsministerium; 1951 in Landsberg hingerichtet. Oswald Pohl, Obergruppenführer, Chef des Wirtschaftsverwaltungshauptamtes; 1951 in Landsberg hingerichtet. Hans Prützmann, Obergruppenführer, Höherer SS- und Polizeiführer in der Ukraine; 1945 Selbstmord in Lüneburg. Hanns Rauter, Obergruppenführer, Höherer SS- und Polizeiführer in den Niederlanden; 1948 in den Niederlanden hingerichtet.
Walter Sehellenberg, Brigadeführer, Chef des Amtes VI (Ausland-SD); 1949 von einem US-Militärgericht zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, Ende 1951 freigelassen; 1952 in Italien gestorben. Dr. Arthur Seyß-Inquart, Obergruppenführer, Reichskommissar für die Niederlande; 1946 in Nürnberg hingerichtet. Professor Dr. Franz A. Six, Oberführer, Chef des Amtes VII (Weltanschauung) im Reichssicherheitshauptamt; 1948 von einem US-Militärgericht zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, 1952 freigelassen; lebt als Wirtschaftsberater in Düsseldorf.
Felix Steiner, Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Oberbefehlshaber der Armeegruppe Steiner; 1966 in München gestorben.
Dr. Eduard Strauch, Obersturmbannführer, Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD in Belgien; 1950 von einem belgischen Gericht zum Tode verurteilt, 1952 zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt; 1955 gestorben.
Dr. Wilhelm Stuckart, Obergruppenführer, Staatssekretär im Reichsinnenministerium; 1949 von einem US-Militärgericht zu knapp vier Jahren Gefängnis verurteilt, sofort entlassen; 1953 tödlich verunglückt.
Dr. Harald Turner, Gruppenführer, Chef der Militärverwaltung beim Militärbefehlshaber in Serbien; 1947 in Belgrad hingerichtet.
Dr. Otto Wächter, Gruppenführer, Gouverneur des Distrikts Lemberg; 1949 in Rom gestorben.
Dieter Wisliceny, Hauptsturmführer, Mitglied des Sondereinsatzkommandos Eichmann; 1948 in Prellburg hingerichtet.
Karl Wolff, Obergruppenführer, Höchster SS- und Polizeiführer In Italien; 1964 vom Landgericht München II zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.

DER SPIEGEL 11/1967
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