15.04.2006

PSYCHOLOGIEHübsch muss er sein

Zäh hält sich die Vorstellung einiger Evolutionsbiologen, dass sich das Weib auf Partnerjagd von Natur aus so verhalte wie Anna Nicole Smith: Hauptsache, der Kerl hat ein üppiges Portemonnaie. Alter, Glatze, Bauch - all das spiele kaum eine Rolle. Schließlich müsse die Frau einen Mann ergattern, so das Argument des Psychologen David Buss von der University of Texas, "der die Möglichkeit und den Willen hat, in sie und ihre Kinder zu investieren". Doch die Psychologin Fhionna Moore und ihre Kollegen von der schottischen University of St. Andrews bezweifeln die Vorstellung vom versorgungsbedürftigen Mäuschen auf Geldsacksuche. Die Forscher fragten mehr als 1800 heterosexuelle Frauen nicht nur nach den Traumeigenschaften ihres Märchenprinzen, sondern auch nach deren eigener finanzieller Unabhängigkeit, nach ihrer Bildung und danach, wie wichtig ihnen Karriere sei und wie viel Einfluss sie auf Entscheidungen daheim und im Job ausübten. Es stellte sich heraus: Je mehr die Frauen Geld und Leben im Griff haben, desto wichtiger ist ihnen der Look des Lovers - und umso unwichtiger dessen Konto. "Ab ins Fitnessstudio", riet das britische Wissenschaftsblatt "New Scientist" den Männern sogleich. "Und benutzt Feuchtigkeitscreme."

DER SPIEGEL 16/2006
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