29.05.2006

WM-GESPRÄCH„Am 10. Juli gehe ich nach Hause“

Wie Franz Beckenbauer, 60, seine drei Weltmeisterschaften gewann - als Spieler, Teamchef und als Ausrichter
SPIEGEL: Herr Beckenbauer, wenn Sie am 9. Juni in München auf der Ehrentribüne sitzen, wird das Ihre sechste WM-Teilnahme sein. Drei als Spieler, zwei als Teamchef und nun eine als Chef des Organisationskomitees. Welche WM ist Ihnen persönlich die wichtigste?
Beckenbauer: Die aktuelle. Unmittelbar als Sepp Blatter das Kuvert öffnete und verkündete: The winner is Deutschland, da habe ich gesagt, das ist ein Geschenk des Himmels. Zwischendurch gab es mal Momente, da habe ich gedacht: Was haben wir uns da angetan? Aber natürlich bietet diese WM eine einmalige Chance, das Land zu verbessern, seine Infrastruktur und vor allem sein Image in der Welt. Wir wollen gute Gastgeber sein.
SPIEGEL: Für die WM 1974 galt das auch. Wo ist für Sie der Unterschied?
Beckenbauer: Meine jetzige Rolle ist viel umfassender, verantwortungsvoller. 1974 hatte ich nur ein Ziel: am Ende den Pokal in der Hand zu halten, sonst nichts. Und wenn ich an die ersten Wochen zurückdenke, war es die schrecklichste von allen meinen Weltmeisterschaften.
SPIEGEL: Warum?
Beckenbauer: Das ging los mit dem Gefeilsche ums Geld, im Trainingslager in Malente. Bundestrainer Helmut Schön hatte es versäumt, die Prämienfrage rechtzeitig zu klären. In seiner Gutmütigkeit hat er immer alle schwierigen oder unangenehmen Themen vor sich her geschoben. Uns Spielern war das ja recht, wir wussten: Je später das verhandelt wird, umso besser ist unsere Position.
SPIEGEL: Der Deutsche Fußball-Bund bot 30 000 Mark, Sie als Mannschaftskapitän verlangten 100 000 Mark. Zu Zeiten Fritz Walters oder Uwe Seelers waren solche Forderungen undenkbar, in der Nationalelf zu spielen war eine Ehrensache. Wie kam es zu diesem Sinneswandel?
Beckenbauer: Natürlich wurde uns das jahrelang eingetrichtert, es sei eine Ehre. Aber wir haben uns einfach an den Italienern orientiert und gesagt: Wenn deren Verband sich das leisten kann, dann kann das der DFB auch. Die Funktionäre waren völlig perplex, dass es jemand wagt, sich aufzulehnen. Man hat uns in Malente gedroht,
wir könnten alle heimfahren, andere Spieler würden nachnominiert. Sieben Tage vor dem Eröffnungsspiel haben wir uns dann auf 70 000 Mark geeinigt.
SPIEGEL: Heutzutage scheinen Siegprämien keine bedeutende Rolle mehr zu spielen. Tritt man wieder für die Ehre an?
Beckenbauer: Die Topspieler verdienen im Jahr fünf bis zehn Millionen Euro, und auf dem Markt präsentieren können sie sich in der Champions League. Die Nationalelf ist heute also mehr eine willkommene Abwechslung vom Cluballtag. Eine EM oder WM spielt man eher aus einer anderen Motivation heraus - man will sich mit den Besten der Welt messen.
SPIEGEL: Sie haben in den Neunzigern prophezeit, dass die Bedeutung der Nationalteams zurückgeht. Eine Fehleinschätzung?
Beckenbauer: Ich habe mich getäuscht. Ich hatte mich damals gefragt: Wer will Deutschland gegen San Marino sehen? Dieses Spiel blüht uns in der EM-Qualifikation
ja wirklich. Aber nein, die Leute rennen auch zu solchen Spielen, obwohl dort kein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zu beobachten ist. Offenbar ist der Nationalgedanke stärker geworden, das Wir-Gefühl.
SPIEGEL: Von Wir-Gefühl konnte 1974 keine Rede sein. Sie waren als Turnierfavorit gestartet, doch schon nach dem zweiten Vorrundensieg gegen Australien gab es ein mächtiges Pfeifkonzert, weil die Elf lustlos und träge agierte.
Beckenbauer: Es war überhaupt keine Freude da. Der Missmut, der von Beginn an herrschte, hatte sich auf unser Spiel übertragen. Das Kernproblem war sicher, dass wir vier Wochen in Malente kaserniert waren. Die Sportschule ist ohnehin nicht gerade weitläufig, aber dann war es auch noch die Zeit der großen Terroranschläge in Deutschland. Überall, wo man hinschaute, war Polizei. Unser Highlight war eine Busfahrt ins Legoland.
SPIEGEL: Erinnern Sie sich an die Zimmer?
Beckenbauer: Dusche und Waschbecken waren frisch eingebaut, vorher gab es in Malente noch Gemeinschaftswaschräume. Durch die Umbauten waren die Zimmer natürlich kleiner geworden, ich lag mit Gerd Müller zusammen.
SPIEGEL: Gab es Fernseher?
Beckenbauer: Kein Fernseher, kein Telefon. Es gab einen Münzfernsprecher in der Lobby und ein Telefon im Büro. Das hatte der Delegationsleiter unter seiner Verwaltung. Und wenn man telefoniert hat, saß er daneben und stoppte die Zeit. Zwei Minuten 38, das wurde dann abgerechnet. Der ist nicht rausgegangen, der hat nur auf die Uhr geschaut. Ich wurde viel ans Telefon gerufen, weil ich ja auch so was wie der Manager der Mannschaft war. Viele Firmen wollten in letzter Minute noch Werbung mit uns machen. Da bin ich dann zum Telefon gesaust und hab verhandelt.
SPIEGEL: Was ist nach der DDR-Pleite in der Sportschule Malente passiert? Sie kamen aus Hamburg zurück - und dann?
Beckenbauer: Wir haben kein Wort gesprochen im Bus. Wir hatten ein schlechtes Gewissen. Es hat uns so leid getan für Schön, der ja aus Dresden stammte. Wenn wir uns zu Länderspielen trafen, hat er zur Begrüßung jeden in den Arm genommen. Er war für uns kein Vorgesetzter, er war ein väterlicher Freund. Schön wollte nach dieser Blamage abreisen, wie immer, wenn so etwas war. Dann haben wir Spieler bis in der Früh Bier getrunken, Zigarren geraucht, Tacheles geredet. Das hat geholfen.
SPIEGEL: Die Presse schrieb daraufhin, dass Sie die Macht übernommen und vier Spieler aus der Elf geschmissen hätten, auch Ihren Clubkollegen Uli Hoeneß. War das ein neuer Beckenbauer, der Härte zeigte?
Beckenbauer: Vielleicht gab es zum ersten Mal eine Notwendigkeit, sich als Kapitän zu bewähren. Bei der WM 1966 war ich der Jüngste, 1970 war ich mittendrin, wir haben ein gutes Turnier gespielt, da war ich nicht gefordert.
SPIEGEL: Mussten Sie sich hintenanstellen, als Sie 1965 zur Mannschaft kamen?
Beckenbauer: Ich habe mich gern hintenangestellt. Ich konnte völlig frei aufspielen, konnte mich anlehnen an Spieler wie Seeler, Willi Schulz, Karl-Heinz Schnellinger. Das waren Kerle, die hatten Erfolge. An wen kann sich denn heute ein junger Spieler anlehnen? Der fällt doch um!
SPIEGEL: Ein Neuling wie David Odonkor hat es heute also schwerer?
Beckenbauer: Nicht unbedingt. Die Jungen von heute sind mit 19 erfahrener, durch viel mehr internationale Einsätze, durch ihren täglichen Umgang mit den Medien. Im Vergleich zu denen waren wir damals Kinder, naiv und unbedarft.
SPIEGEL: Als Sie wegen Ihres Wechsels zu Cosmos New York die WM 1978 verpassten, waren Sie als Medienstar schon auf dem eher absteigenden Ast. Hatten Sie mit Deutschland gebrochen oder Deutschland mit Ihnen?
Beckenbauer: Der DFB hatte bestimmt, dass einer, der im Ausland spielt, nicht mehr für die Nationalelf berufen wird. Dann gab es zwei Niederlagen in Testspielen, und so rief mich Helmut Schön morgens um halb fünf in Los Angeles an. Ob es eine Chance gäbe, mich zurückzuholen. Aber es gab keinen Hochrangigen des DFB, der bei Cosmos um meine Freigabe bat. Man schickte den Generalsekretär des amerikanischen Fußballverbandes. Der kam natürlich nicht mal beim Pförtner rein. Da habe ich gesagt: Nein, ihr habt mir gezeigt, dass ihr nicht wirklich an meinem Mitwirken interessiert seid.
SPIEGEL: Sechs Jahre später sind Sie wieder gefragt worden. Diesmal, um die malade Nationalelf zu übernehmen. Cajkovski, Zebec, Lattek, Weisweiler, Happel. So hießen Ihre Vereinstrainer. Waren Sie, 1986 in Mexiko, gut vorbereitet auf den WM-Job?
Beckenbauer: Mir fehlte Erfahrung. Ich Trottel habe mich um jeden Kleinkram gekümmert, um tropfende Wasserhähne. Dazu kam der Fehler, die Presse ins Mannschaftsquartier zu lassen. Wir hatten zwar in dem Hotel eine Demarkationslinie, aber es hat nicht funktioniert. Es war ein täglicher Kampf gegen die Medien, ein Kampf, den man nicht gewinnen kann.
SPIEGEL: Waren Sie nicht auch frustriert, weil die Mannschaft Ihren Ansprüchen nicht genügte?
Beckenbauer: Nein. Ich hatte Langzeitverletzte mitgenommen, Rudi Völler, Kalle Rummenigge, auch Pierre Littbarski. Ich dachte, ich kriege sie fit. Ging aber nicht.
SPIEGEL: Waren Sie dennoch stolz auf die Leistung, mit dieser angeschlagenen Truppe ins Endspiel gekommen zu sein?
Beckenbauer: Das war die größte Leistung überhaupt. Dagegen war 1990 ein Kinderspiel.
SPIEGEL: Berti Vogts, damals Assistent, hat 1990 gesagt: Der Franz ist ja erst seit zwei Jahren ein richtiger Trainer. Inwiefern hatten Sie sich verändert?
Beckenbauer: Ich hatte dazugelernt. 1990 konzentrierte ich mich nur noch auf das Wesentliche, die Mannschaft. Aber entscheidend war natürlich, dass da ein gutes Team zusammengewachsen war. Eine perfekte Mischung aus Erfahrung und Jugend, mit Sprintertypen und Ausdauertypen. Es war eine Einheit.
SPIEGEL: Außer Jürgen Klinsmann, der damals schon als Einzelgänger galt?
Beckenbauer: War er auch. Er hat als Einziger gewisse Sonderwünsche geäußert. Trainer, kam er mal an, heute Abend sind ein paar Spezln von Stuttgart bei mir in Cernobbio daheim. Da habe ich gesagt: Ja geh, dann bist halt um elf wieder zurück. Jürgen brauchte mehr Spielraum.
SPIEGEL: So generös wirkten Sie am Spielfeldrand nicht immer. Vom Viertelfinale gibt es Bilder, da sind Sie außer sich.
Beckenbauer: Ich bin da wie Rumpelstilzchen umeinand gehüpft. Wie so ein Irrer. Ich weiß noch, neben der Bank saß ein Italiener. Dem hab ich zugerufen: Komm, einwechseln. Das hat der natürlich nicht verstanden. Doch, habe ich gerufen, was die da treiben, kannst du auch. Mei, hat der mich angeschaut.
SPIEGEL: Sie wurden trotzdem Weltmeister. War es die beste deutsche Elf aller Zeiten?
Beckenbauer: Die 74er war gut, fast identisch mit der 72er Europameisterelf. Wir haben 74 nur lange gebraucht, um uns zu finden. Die 90er kann mit der 74er mithalten. Es gab kaum ein Leistungsgefälle unter den ersten 15, 16 Spielern.
SPIEGEL: Nach dem Finaltriumph gegen Argentinien haben Sie der Welt dann erklärt, dass eine deutsche Ära begonnen habe.
Beckenbauer: Die Pressekonferenz werde ich nie vergessen. Jemand hat in gebrochenem Deutsch gefragt: Deutschland West jetzt Weltmeister, Herr Beckenbauer, was sein, wenn auch Spieler von Ost dazu? Ich habe lachen müssen und gesagt: Wir werden wahrscheinlich über Jahre nicht zu schlagen
sein. Der Berti Vogts hat sich schön bedankt. Aber das war aus dem Moment heraus. Du wirst Weltmeister, und dann redest du auch mal, ohne nachzudenken.
SPIEGEL: Sie haben sich nichts dabei gedacht?
Beckenbauer: Nein, nix.
SPIEGEL: Deutschland versank in einem schwarzrotgoldenen Taumel. War Ihnen die nationale Bedeutung dieses Titels klar?
Beckenbauer: Der Hintergrund war nun mal der Fall der Mauer. Ein paar Monate später feierten wir die Vereinigung. Die Fahne war plötzlich wieder wichtiger, bekam eine Bedeutung, die sie vorher nicht hatte.
SPIEGEL: Sieben Jahre später haben Sie sich auf die nächste Mission von nationaler Bedeutung eingelassen - als Kopf der WM-Bewerbung 2006. Wie ist es, überall einem Staatsmann gleich empfangen zu werden?
Beckenbauer: Wir waren Botschafter, wir wollten nicht nur den Fußball repräsentieren, sondern unser Land. Das ist ganz gut angekommen. Ein paar Verwechslungen gab es, in Prag habe ich mal jemanden zum Innenminister gemacht. Aber das war nicht weiter tragisch.
SPIEGEL: Was haben Sie von Ihren Reisen als Erkenntnis mitgebracht?
Beckenbauer: Dass der Fußball eine unheimliche Kraft hat, die weit über das Sportliche hinausgeht. Vor allem in Schwarzafrika. Länder, in denen sich Menschen bekriegen, weil die einen aus dem Norden kommen und die anderen aus dem Süden, ein Stamm hier, ein Häuptling dort, und es scheppert und scheppert. Aber der Fußball bringt sie an einen Tisch, beim Fußball sind sie friedlich, er stiftet Ordnung und ein Gemeinschaftsgefühl.
SPIEGEL: Trotzdem haben Sie Südafrika die WM weggenommen.
Beckenbauer: Weil wir der Meinung waren, dass Südafrika noch nicht bereit war. Wir hatten ihnen den Vorschlag gemacht, wir machen es 2006 und helfen euch 2010. Die Südafrikaner meinten dann, man könne es ja auch umgekehrt machen.
SPIEGEL: Gab es bis zur Entscheidung im Juli 2000 einen Moment, wo die Sache in Gefahr war?
Beckenbauer: Wir sind angetreten mit minimalen Chancen. Es wollte ja keiner, dass wir es machen. Auch nicht die Fifa. Über- all, wo wir hinkamen, waren die Engländer schon dreimal gewesen. Und zwar in vierfacher Stärke. Vielleicht waren die aber auch zu penetrant aufgetreten. Unsere Basis war dann, dass die acht Europäer in der Fifa-Exekutive zu uns standen.
SPIEGEL: Dann gab es den Show-down gegen Südafrika.
Beckenbauer: Vier Tage vor der Abstimmung kam Bobby Charlton, der die englische Bewerbung führte, beim EM-Endspiel in Rotterdam noch auf mich zu. Ob ich ihm nicht die europäischen Stimmen geben könne. Wir hätten ja eh keine Chance. Da habe ich zu ihm gesagt: Bobby, das siehst du falsch. Ich habe genug.
SPIEGEL: Es war mit 12:11 hauchdünn, wie haben Sie den Neuseeländer dazu bekommen, sich zu enthalten?
Beckenbauer: Moment! Normalerweise hätten wir 13:11 gewonnen. Charles Dempsey hatte uns im April 2000 in einem Brief versichert, er werde für Deutschland stimmen, falls England vorzeitig ausscheidet. Dann ist er von der Gegenseite so unter Druck gesetzt worden, dass er vor der Abstimmung aufgestanden ist und seine Enthaltung angekündigt hat.
SPIEGEL: Die Fifa bevorzugte Südafrika - weil sie ein politisches Signal setzen wollte?
Beckenbauer: Einmal das. Aber es gab vermutlich auch ein paar Altlasten. Die Afrikaner hatten dem Fifa-Präsidenten ja sehr geholfen, ins Amt zu kommen. Da bestanden wohl einige Zusagen.
SPIEGEL: Seit Monaten sind Sie im Fernsehen kaum weniger präsent als Angela Merkel. Realisieren Sie, wie sehr Sie in der Öffentlichkeit stehen?
Beckenbauer: Ich kriege es nicht mit. Und ich will es auch nicht wissen.
SPIEGEL: Sie reden einfach drauflos, wenn Ihnen ein Mikrofon hingehalten wird? Und die sollen damit machen, was sie wollen?
Beckenbauer: Wenn das Interview beendet ist, dann ist das weg. Schon unterwegs Richtung Mond, Mars.
SPIEGEL: Da muss man aber ganz fest in sich ruhen, damit das funktioniert. Es kommt ja als Echo zurück, es bleibt ja nicht auf dem Mars.
Beckenbauer: Für mich schon. Es kann allenfalls sein, dass ich mich, wenn ich was Unbequemes gesagt habe, entschuldigen muss.
SPIEGEL: Aber auch das Positive kommt ja zurück, in Zustimmung, Wertschätzung. Begleiter von Ihnen berichten, dass beim Ministerempfang in der Elfenbeinküste Leute darüber reden, wie Sie im Halbfinale 1970 die Schulter bandagiert trugen.
Beckenbauer: Ja freilich freut einen das. Aber ich beauftrage keinen Zeitungsdienst, der alle Artikel ausschneidet.
SPIEGEL: Was werden Sie machen am 10. Juli, dem Tag nach dem Endspiel?
Beckenbauer: Sie sind der 300., der das fragt: Am 10. Juli gehe ich nach Hause.
SPIEGEL: Wollen Sie Nachfolger von Sepp Blatter werden?
Beckenbauer: Mit Sicherheit nicht.
SPIEGEL: Immer wenn Sie angekündigt haben kürzerzutreten, waren das leere Versprechungen.
Beckenbauer: Ich war jetzt neun Jahre für die WM unterwegs. Ich freue mich nun natürlich auf tollen Fußball in tollen Stadien in einer hoffentlich tollen Atmosphäre. Dann aber bin ich froh, wenn es vorbei ist; wenn ich meine Ruhe habe.
SPIEGEL: Können Sie es überhaupt aushalten, nicht mehr gefragt zu werden?
Beckenbauer: Schauen Sie, ich habe fünf Kinder. Die ersten drei hatte ich mit 23 Jahren schon. Die habe ich gar nicht aufwachsen sehen, mein Interesse war der Fußball. Ich habe meine Vaterpflichten total vernachlässigt. Jetzt habe ich noch mal zwei Kinder geschenkt bekommen. Wenn ich die wieder vernachlässige, dann habe ich alles verkehrt gemacht.
SPIEGEL: Herr Beckenbauer, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
"Wenn das Interview beendet ist, dann ist das weg. Schon unterwegs Richtung Mond, Mars."
* Bei Werbeaufnahmen im Berliner Olympiastadion.
Das Gespräch führten die Redakteure Jürgen Leinemann und Alfred Weinzierl.
Von Jürgen Leinemann und Alfred Weinzierl

DER SPIEGEL 22/2006
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