11.09.2006

GEDENKSTÄTTENKritik an Knabe

Stärker an die Kandare nehmen will der Stiftungsrat der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen unter Berlins Kultursenator Thomas Flierl (Linkspartei) den umstrittenen Direktor der Einrichtung, Hubertus Knabe. Im Auftrag des Stiftungsrats verhandelt die Kulturverwaltung mit Knabe über eine sogenannte Zielvereinbarung, da die Entwicklung der Gedenkstätte "zu einer den gesetzlichen Vorgaben entsprechenden Institution in den vergangenen Jahren nicht in dem erforderlichen Umfang vorangekommen" sei. Künftig soll Knabe vierteljährlich Fortschrittsberichte vorlegen. Eine Evaluierungskommission hatte bereits im Frühjahr "gravierende Mängel" an der Arbeit des Zeitzeugenbüros der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt festgestellt. Für die Dauerausstellung der Gedenkstätte soll nach dem Willen des Stiftungsrats "federführend" das "Haus der Geschichte" in Bonn ein Gesamtkonzept erarbeiten. Knabe erklärte dazu, er teile die Kritik am Zeitzeugenbüro, das aber direkt dem Stiftungsratschef zugeordnet sei. Auch ihm liege an einer Zielvereinbarung.

DER SPIEGEL 37/2006
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