13.11.2006

WASSERTrinkwasser aus Nanotunneln

Forscher der University of California in Los Angeles haben mit Hilfe der Nanotechnik ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus Salz- oder Schmutzwasser kostengünstig Trinkwasser machen lässt. Gewöhnlich machen sich Wasserentsalzungsanlagen das Prinzip der Umkehrosmose zunutze: Mit hohem Druck wird verunreinigtes Wasser durch eine halbdurchlässige Membran gedrückt. Wie bei einem Filter kommen dabei nur die reinen Wassermoleküle auf der anderen Seite an. Der Nachteil besteht darin, dass die Membranen rasch an Effizienz verlieren, weil Bakterien und andere Stoffe an ihnen haften bleiben. Der Umweltingenieur Eric Hoek und sein Team haben nun eine bessere Membran geschaffen, die von winzigen Nanotunneln durchzogen ist. Der Vorteil: Bakterien, Salze und sonstiger Dreck werden von dem neuartigen Material regelrecht abgewiesen. Eine Wasseraufbereitungsanlage nach dieser Technik, beteuert Hoek, verbrauche nur halb so viel Energie wie sonst üblich.

DER SPIEGEL 46/2006
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Trinkwasser aus Nanotunneln