11.12.2006

LANDWIRTSCHAFTTrecker als Kraftwerk

Die längste Zeit des Jahres stehen Traktoren ungenutzt im Schuppen - totes Kapital sozusagen. Nach Plänen von Wolfgang Schluchter, Professor an der TU Cottbus, soll sich das ändern. Wenn sie nicht über die Felder rumpeln, könnten die Fahrzeuge künftig zu kleinen Heizkraftwerken mutieren. Dafür hat Schluchter ein System namens Enotrak entwickelt: Der Trecker wird in einen Container gestellt und in Betrieb gesetzt, um Strom zur Einspeisung ins Netz und nutzbare Wärme zu erzeugen. "Auf diese Weise finanziert sich der Traktor selbst", sagt Schluchter. Voraussetzung ist allerdings ein Betrieb mit Biodiesel, Pflanzenöl oder Biogas, weil nur dann die gesetzliche Einspeisevergütung von an die 20 Cent je Kilowattstunde bezahlt wird. Anfang 2007 soll eine Firma in Finsterwalde mit der Serienfertigung von zunächst 50 Containern beginnen. Für den stationären Betrieb der Landmaschinen, so Schluchter, sei nicht einmal eine Zulassung nötig. Denn vor dem Gesetz bleibe das Gerät ein Traktor.

DER SPIEGEL 50/2006
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