05.02.2007

Jacques Chirac

Jacques Chirac , 74, französischer Staatspräsident, wird jetzt zum Gegenstand eines Gesellschaftsspiels. "Jacques Pote" heißt das neue Brettspiel, das der Pariser Anwalt Pierre-François Divier kreiert hat. Es spielt auf Korruptionsvorwürfe und illegale Parteienfinanzierung aus Chiracs Amtszeit als Pariser Bürgermeister von 1977 bis 1995 an. Chirac genoss in seiner Funktion als Staatschef Immunität und konnte nie gerichtlich belangt werden. Einige frühere Mitarbeiter hingegen mussten sich einer Anklage stellen und wurden verurteilt. "Jacques Pote", das für zehn Euro bisher nur in der Kanzlei des Anwalts verkauft wird, ist für bis zu sechs Teilnehmer konzipiert. Die Spieler sollen ihre Chirac-Figuren durch Würfeln möglichst schnell ans Ziel bringen, um als Präsident wieder gewählt zu werden. Auf dem Weg dorthin müssen sie allerdings Probleme, wie das Ermittlungsverfahren gegen einen Freund, bewältigen. Probleme könnte Chirac, der bei den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr voraussichtlich nicht mehr kandidieren wird, bald im echten Leben bekommen. Sobald er sein Amt - und damit seine strafrechtliche Immunität - aufgegeben hat, könnte Anwalt Divier Ernst machen und Chirac verklagen.

DER SPIEGEL 6/2007
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