17.02.2007

KUNSTHai trifft Hulk

Drei gute, große Bekannte aus der zeitgenössischen Kunst und eine Ikone der Moderne sind nun mit ihren Werken im Kunsthaus Bregenz in der Ausstellung "Re-Object" anzutreffen: Noch nie waren Marcel Duchamp, Damien Hirst, Jeff Koons und Gerhard Merz mit dieser Dichte von Schlüsselwerken vereint. Jeder von ihnen bespielt ein ganzes Stockwerk des Kunstkubus am Bodensee. Den thematischen Ausgangspunkt liefert der Erfinder des Ready-Made Marcel Duchamp, der mit seiner Adelung von Alltagsgegenständen zu Museumsobjekten wie dem berühmten Urinal "Fountain" die Wahrnehmung von Kunst und das Urteil über Kunstwerke aus den gewohnten Bahnen reißen wollte. Hirsts vier Meter langer Tigerhai in Formaldehyd ist ebenso zu sehen wie die überdimensionalen, in Stahl veredelten Aufblashasen und Hunde von Koons, der Duchamps skeptisches Kunstverständnis durch perfekt geformte und hochglänzende Oberflächen in eine neue Ästhetik überführt. Der Deutsche Gerhard Merz steuert für Bregenz eine neue Werkgruppe aus drei großformatigen Bildern und einem Lichtband mit 400 Leuchtstofflampen bei. Die Ausstellung (bis 13. Mai) ist der Auftakt einer zweiteiligen Serie. Im Juni folgt "Mythos". Dann wird Joseph Beuys mit seinem Werk den Ausgangspunkt bilden.

DER SPIEGEL 8/2007
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