26.02.2007

HAMBURGGespaltene SPD

Ein Jahr vor der Bürgerschaftswahl in der Hansestadt ist die Hamburger SPD dabei, Bürgermeister Ole von Beust (CDU) eine Steilvorlage zu liefern. Hintergrund ist die von der CDU-Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig geplante Schulreform. Dabei sollen nur Gymnasien erhalten bleiben, alle anderen Schulen zu "Stadtteilschulen" umgewandelt werden. Zahlreiche Bildungsexperten begrüßen das Vorhaben - darunter auch solche, die von der SPD in eine Enquete-Kommission zur Schulreform entsandt worden sind. Andere Bundesländer signalisieren zudem Interesse an dem Modell. Die Elb-SPD allerdings hat sich dafür ausgesprochen, die Gymnasien in die Umwandlung einzubeziehen. Allerdings sind die Sozialdemokraten in dieser Frage tief gespalten, auch einige Spitzengenossen haben sich für den Erhalt des Gymnasiums ausgesprochen. Hamburger Unionspolitiker erwarten, dass Beust die Spaltung der SPD nutzen wird, um sich zum Wahlkampfauftakt als Reformer und zugleich als Beschützer der traditionsreichen Schulform zu profilieren.

DER SPIEGEL 9/2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 9/2007
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

HAMBURG:
Gespaltene SPD

  • Filmstarts: Kinder mit Kanonen
  • Zu viele Verletzungen: NFL-Star Andrew Luck beendet mit 29 Karriere
  • Im Autopilot-Modus: Tesla-Fahrer schläft hinter dem Steuer ein
  • Brände im Amazonas: "Wir verlieren ein wesentliches Ökosystem unserer Erde"