07.04.2007

UNTERHALTUNGSELEKTRONIKSatellitenfernsehen schlägt Kabel

Fernsehzuschauer in Deutschland sind offenbar nicht mehr zufrieden mit der Programmauswahl, die das herkömmliche Kabel ins Haus liefert. Um mehr Vielfalt zu bekommen, steigen immer mehr Haushalte auf Satellitenempfang um. Dank der Digitalisierung sind dort inzwischen Hunderte Programme zu empfangen, während in den meisten Kabelnetzen die Auswahl erst allmählich wächst. Die Folge: Nach Berechnungen von TNS Infratest stieg die Zahl der Satellitenhaushalte in den vergangenen vier Jahren von 13,8 auf 16,7 Millionen an. Damit versorgen Satelliten bereits 45 Prozent aller Wohnungen, 2002 waren es erst 38 Prozent. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Kabelkunden von 20,6 auf 18,5 Millionen, während die Zahl der Haushalte, die ihr Fernsehen per normaler Antenne empfangen, bei knapp 2 Millionen stagnierte. Wie stark der Drang zum Satelliten ist, zeigen auch die Zahlen der Elektronikbranche: 2,1 Millionen verkauften Set-Top-Boxen für das digitale Satelliten-TV standen 2006 nur 350 000 digitale Kabelboxen gegenüber.

DER SPIEGEL 15/2007
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UNTERHALTUNGSELEKTRONIK:
Satellitenfernsehen schlägt Kabel

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