07.04.2007

AKTIENKein Weg zurück

DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche hat sich selbst massiv unter Druck gesetzt. Seit der Verkauf der verlustreichen US-Tochter Chrysler öffentlich diskutiert wird, schießt der Aktienkurs in die Höhe. Vergangenen Mittwoch bestätigte Zetsche auf der turbulenten Hauptversammlung des Konzerns, dass man alle Optionen prüfen werde. "Eigentlich gibt es für ihn keinen Weg zurück", sagt Marc-René Tonn, Analyst der Hamburger Privatbank M. M. Warburg. Ansonsten sei "zumindest kurzfristig mit negativen Kurskorrekturen zu rechnen und die Konfusion bei Chrysler im Nachhinein schwer zu rechtfertigen". Das würde wohl kein Anleger verzeihen - die frustrierten Großanleger am allerwenigsten. Das Rezept aus "Spätzle und Hamburgern" habe den Aktionären noch nie geschmeckt, spottete auf dem Aktionärstreffen der Fondsmanager der DWS, Tochter der Deutschen Bank. Allerdings gab es mit den phantasiegetriebenen Papieren von DaimlerChrysler wie auch von Volkswagen in den vergangenen Monaten mehr zu verdienen als mit denen von BMW. Die Münchner Autobauer hinken seit geraumer Zeit der Entwicklung des Deutschen Aktienindex hinterher. Die Aktie gilt als unspannend. "Es besteht eine stabile Aktionärsstruktur", sagt Tonn. Zudem habe BMW in jüngster Vergangenheit bei der Entwicklung nicht überzeugen können.

DER SPIEGEL 15/2007
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AKTIEN:
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