07.04.2007

THEATERGespür für Nervenkitzel

Ein sechsjähriger Junge stürzt vom Dach eines Hauses in Kopenhagen - und eine schöne junge Frau, die den Kleinen kannte, vermutet hinter diesem angeblichen Unfall einen Mord. Sie sei "Racheengel, Emma Peel, Rambo und Greenpeace-Vorkämpferin in einer Person, sarkastisch, gelegentlich sentimental, mit Klugheit geschlagen", schrieb die "Zeit" einst über Smilla, die Heldin von Peter Høegs Thriller-Welterfolg "Fräulein Smillas Gespür für Schnee". Am kommenden Samstag wird der 1997 spektakulär verfilmte Romanstoff nun erstmals auf einer Bühne präsentiert: Im Hamburger Thalia in der Gaußstraße spielt Susanne Wolff die störrische, clevere, von den Inuit (also Eskimos) abstammende Naturwissenschaftlerin Smilla, die energisch dem rätselhaften Tod des kleinen Jungen nachforscht, Peter Jordan ist ihr männlicher Gegenpart. Den halsbrecherischen Job, das actionreiche, von Kopenhagen bis ins Packeis Grönlands führende Abenteuer mit nur zwei Schauspielern auf die Bühne zu stellen, hat der Regisseur Armin Petras übernommen, Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters. Er verspricht eine rasante Geschichte "über den Verlust von Heimat, das Nicht-erwachsen-werden-Können und den fairen Umgang zwischen Mensch und Natur".

DER SPIEGEL 15/2007
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