07.04.2007

MEDIZINSchmutz macht glücklich

Wer im Dreck wühlt, fühlt sich besser. Wie eine Studie der Universität Bristol in Zusammenarbeit mit dem University College London ergab, regen bestimmte Bodenbakterien die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin an. Auf diesen Befund stießen die Forscher, als sie Mäuse mit dem Erreger Mycobacterium vaccae infizierten. Dadurch wurde eine Hirnregion verstärkt aktiviert, die Serotonin produziert. Inspiriert worden war die Studie durch die verblüffende Beobachtung, dass Krebspatienten, in deren Körper die entsprechenden Bakterien vorkamen, von einer besseren gefühlten Lebensqualität berichteten. "Diese Studien helfen uns zu verstehen, wie der Körper mit dem Gehirn kommuniziert", sagt der Hauptautor Chris Lowry, "und warum ein gesundes Immunsystem auch für die geistige Gesundheit wichtig sein könnte."

DER SPIEGEL 15/2007
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MEDIZIN:
Schmutz macht glücklich

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