07.04.2007

BIOTECHNIKMobiles Zahnlabor

Ein winziger Tropfen Speichel und ein paar Minuten Zeit genügen, um festzustellen, ob das Zahnfleisch entzündet ist - und wie sehr. Eine neue Form der Schnellanalyse verspricht ein Minilabor von der Größe eines Küchen-Rührstabs, das am Forschungsinstitut Sandia Labs in den USA entwickelt worden ist. Das futuristisch anmutende Gerät sucht gezielt nach verräterischen Eiweißen und Enzymen, die sich bestimmten Krankheiten zuordnen lassen. Der Vorteil: Regelmäßige Routinechecks könnten erschwinglicher werden - und unter Umständen könnten die Patienten sie sogar selbst zu Hause durchführen. Die Methode funktioniert schneller und sogar zuverlässiger als herkömmliche Laboranalysen, wie eine Studie in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" gezeigt hat. "Wir hatten schnellere und besser reproduzierbare Ergebnisse, weil wir etliche Schritte, die bislang zeitaufwendig von vielen Leuten durchgeführt werden, in einem einzigen Gerät vereint haben", sagt Amy Herr, die Leiterin der Studie. Nun plant sie, das Minilabor für die Diagnose weiterer Krankheiten wie Prostata- oder Brustkrebs zu erweitern.

DER SPIEGEL 15/2007
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