23.04.2007

AFFÄRENUnglückliche Lösung

Weitere Kreise zieht der Skandal um veruntreute Fördermillionen an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Zu den Professoren, die sich durch die kriminellen Machenschaften einiger Kollegen getäuscht fühlen, gehört auch Christine Volkmann, die Schwiegertochter von Altkanzler Helmut Kohl. Die Betriebswirtschaftlerin, seit 1999 Mitglied der Fachhochschule, hat dort den Unesco-Lehrstuhl für "Entrepreneurship and Intercultural Management" inne. Den Festvortrag zur Verleihung des Lehrstuhls vor zwei Jahren hielt Schwiegervater Kohl. Diese Veranstaltung wurde von einem der Hauptbeschuldigten in der Subventionsaffäre mitgesponsert, der zudem auch Volkmanns wissenschaftlichen Mitarbeiter finanziert. In beiden Fällen sei dies durch die Leitung der Hochschule veranlasst worden, betont die Wissenschaftlerin, die die Bezahlung ihres Mitarbeiters aus heutiger Sicht für eine "unglückliche Lösung" hält. Vom Subventionsbetrug habe sie erst durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum erfahren.

DER SPIEGEL 17/2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 17/2007
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

AFFÄREN:
Unglückliche Lösung

  • Amal Clooney vor der UN: "Dies ist Ihr Nürnberg-Moment"
  • Anschläge in Sri Lanka: Videos zeigen mutmaßlichen Attentäter
  • Erdbeben auf den Philippinen: Wasser stürzt aus Hochhaus-Swimmingpool
  • Istanbul: Wohnhaus stürzt Abhang hinunter