26.05.2007

FUSSBALLRevolution am Schienbein

Ein oft übersehenes Accessoire des Fußballs erlebt seine Revolution: Harald Scheffer, 39, aus Merzig im Saarland hat den Schienbeinschoner neu erfunden. "Mir war es immer schon ein Greuel, die Schoner anzuziehen", sagt Scheffer. Also entwickelte der passionierte Amateurfußballer ein Produkt mit dehnbarem, atmungsaktivem Unterteil, das per Klettverschluss am Unterschenkel angebracht wird, und einem darauf befestigten Schutzpolster. So ist der Schienbeinschoner variabel anzupassen und leicht zu entfernen. "Man trägt ihn wie einen Strumpf und nicht wie einen Klotz am Bein", sagt Scheffer. Die Unterteile der Prototypen nähte seine Frau. Das internationale Patent wurde im August 2005 anerkannt. Seitdem hatte der Erfinder nach einem Partner gesucht, die großen Sportartikel-Hersteller wollten aber kein Joint Venture eingehen, sondern ihm seine Idee abkaufen. Nun lässt er zusammen mit einem britischen Unternehmer den Schienbeinschoner "S1-Sport" in China produzieren. In England, Korea und den USA beginnt der Verkauf im Sommer, in Deutschland zum Beginn des kommenden Jahres.

DER SPIEGEL 22/2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


  • Hongkong vor der Wahl: "Die Lage kann sich sofort wieder zuspitzen"
  • Schwimmende Insel: Party auf 700.000 Plastikflaschen
  • Schwere Vorwürfe gegen US-Präsident: "Trump wird trotzdem weiterregieren"
  • Skydiving: Tanz im freien Fall