26.05.2007

FORTPFLANZUNGSMEDIZINDen Kinderwunsch auf Eis legen

Frauen in den USA schalten immer häufiger die biologische Uhr ab: Sie lassen sich in jungen Jahren Eizellen entnehmen, die dann eingefroren werden. Falls "Mr Right" ihnen nicht bis zur Menopause über den Weg läuft oder die Karriere keine Schwangerschaft zulässt, hoffen sie, mit 40 oder 50 ein Kind auf künstliche Weise zu bekommen. Mittlerweile bieten 138 Fortpflanzungskliniken an, den Kinderwunsch quasi auf Eis zu legen - doppelt so viele wie noch vor drei Jahren. Zwischen 9000 und 15 000 Dollar kostet die Entnahme; hinzu kommen 500 Dollar pro Jahr für die Lagerung. Der Verband amerikanischer Fortpflanzungsmediziner fordert nun eine ethische Debatte: Schließlich seien die Mütter in bestem Oma-Alter, aber möglicherweise nervlich nicht mehr so belastbar, einen Säugling zu versorgen. "Die deutschen Kliniken machen es fast ausschließlich bei Krebspatientinnen", sagt Klaus Bühler, Vorstand des Deutschen In-vitro-Fertilisations-Registers, "gefragt werden wir aber immer wieder."

DER SPIEGEL 22/2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 22/2007
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

FORTPFLANZUNGSMEDIZIN:
Den Kinderwunsch auf Eis legen

  • Prinz Andrews BBC-Interview zu Epstein: Der peinliche Prinz
  • Nach Pokal-Aus in Peru: Fans und Spieler greifen Schiedsrichter an
  • Brückeneinsturz bei Toulouse: Todesopfer und mehrere Vermisste
  • Streit mit Washington: China schickt Flugzeugträger durch Taiwanstraße