18.06.2007

SPDRüge fürs eigene Organ

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil ist auf Distanz zu einer eigenen Publikation gegangen. In der jüngsten Ausgabe der "Berliner Republik", die Heil zusammen mit 51 anderen aktiven und ehemaligen SPD-Abgeordneten herausgibt, war ein Beitrag des Meinungsforschers Manfred Güllner (Forsa) erschienen, in dem der niedersächsischen SPD empfohlen wird, im Landtagswahlkampf auf Porträt-Plakate ihres Spitzenkandidaten Wolfgang Jüttner zu verzichten. Begründung: Jüttners Konterfei "würde viele potentielle SPD-Wähler zur Wahlenthaltung motivieren". Güllner liegt seit langem im Streit mit der SPD-Spitze in Berlin, der er eine Politik der "permanenten Modernisierung der Gesellschaft" nahelegt. In einem Schreiben an die niedersächsische SPD-Spitze distanziert sich nun Heil, selbst Niedersachse, von dem Beitrag, den er "mit äußerstem Befremden" gelesen habe. Güllner gelange zu Einschätzungen, die "falsch" und "darüber hinaus menschlich und politisch zutiefst abstoßend" seien. Die "Berliner Republik", insbesondere bei der SPD-Linken seit langem in der Kritik, gerät damit erneut unter Druck. Heil: "Mit der Redaktion wird nun über Konsequenzen gesprochen."

DER SPIEGEL 25/2007
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