02.07.2007

AKTIENEinstürzende Altbauten

Der Kurs der seit Oktober börsennotierten Wohnungsholding Gagfah stürzt ab. Das sind schlechte Nachrichten für die Anleger und vor allem für den US-Investor Fortress, der noch 80 Prozent der Aktien besitzt. Denn Fortress will mit einer Kapitalerhöhung weitere Übernahmen von Wohnungsportfolios finanzieren, die zu den aktuell 164 000 Gagfah-Wohnungen hinzukommen sollen. Wahrscheinlich steigen zurzeit vor allem internationale Investoren aus, die durch die Immobilienkrise in den USA und Spanien verschreckt sind. Außerdem verteuern die höheren Zinsen tendenziell die überwiegend schuldenfinanzierten Käufe. Doch Gagfah-Insider glauben weiter an ihr Unternehmen. Drei Top-Manager kauften seit April Aktien im Wert von 25 Millionen Euro. Möglicherweise verfügen die Insider über Informationen, die sie optimistisch stimmen. Im Hintergrund laufen immer noch Gespräche über einen Zusammenschluss mit der Deutschen Annington, die der Beteiligungsgesellschaft Terra Firma gehört. Deren rund 220 000 Wohnungen würden gut zur Gagfah passen, und die Deutsche Annington könnte sich einen riskanten Börsengang sparen.

DER SPIEGEL 27/2007
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