23.07.2007

„Mit Blut geschrieben“

Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn über die verhängnisvolle Geschichte seines Landes, das Versagen der Reformer Gorbatschow und Jelzin, die Enttäuschung über die Politik des Westens und seine Haltung zu Glaube und Tod
SPIEGEL: Alexander Issajewitsch, wir treffen Sie mitten bei der Arbeit. Sie scheinen mit Ihren 88 Jahren unverändert pflichtbewusst, obwohl Ihre Gesundheit es nicht mehr zulässt, dass Sie sich frei im Haus bewegen. Woher nehmen Sie diese Kraft?
Solschenizyn: Es ist eine innere Triebfeder, schon seit meiner Geburt. Ich habe mich immer mit Vergnügen der Arbeit hingegeben, der Arbeit und dem Kampf.
SPIEGEL: Wir sehen hier allein vier Schreibtische. In Ihrem neuesten Buch, das Ende September in Deutschland erscheint, erinnern Sie daran, dass Sie sogar während Ihrer Spaziergänge im Wald geschrieben hätten*.
Solschenizyn: Als ich im Lager war, habe ich auch auf einer Steinmauer geschrieben. Ich habe mit Bleistift ein Stückchen Papier bekritzelt, mir dann den Inhalt eingeprägt und den Zettel anschließend vernichtet.
SPIEGEL: Und diese Kraft hat Sie selbst in Momenten größter Verzweiflung nicht verlassen?
Solschenizyn: Es kommt, wie es kommen muss. Und am Ende kam manchmal sogar etwas Gutes dabei heraus.
SPIEGEL: So werden Sie kaum im Februar 1945 gedacht haben, als der Militärgeheimdienst den Hauptmann Solschenizyn in Ostpreußen festnahm - weil der Feldpostbriefe mit abfälligen Bemerkungen über Josef Stalin geschrieben hatte. Das brachte Ihnen acht Jahre Straflager.
Solschenizyn: Das war südlich von Wormditt. Wir hatten uns gerade aus einem Kessel der Deutschen gelöst und marschierten auf Königsberg zu. Da verhafteten sie mich. Aber der Optimismus hat mich nicht verlassen. Genauso wenig wie die Überzeugungen, die mich vorantrieben.
SPIEGEL: Welche Überzeugungen?
Solschenizyn: Sie haben sich mit den Jahren natürlich weiterentwickelt. Aber ich war immer von dem überzeugt, was ich tat, und habe nie gegen mein Gewissen gehandelt.
SPIEGEL: Als Sie vor 13 Jahren aus dem Exil zurückkehrten, waren Sie von der Entwicklung im neuen Russland enttäuscht. Sie lehnten den Staatspreis ab, den Michail Gorbatschow Ihnen angeboten hatte, genauso wie den Orden, mit dem Boris Jelzin Sie ehren wollte. Jetzt aber haben Sie den russischen Staatspreis akzeptiert, den Vladimir Putin Ihnen antrug - ein ehemaliger Chef jenes Geheimdienstes, der den Schriftsteller Solschenizyn so brutal verfolgte und drangsalierte. Wie passt das zusammen?
Solschenizyn: Ein Preis für den "Archipel Gulag" wurde mir 1990 in der Tat angeboten.
Allerdings nicht von Gorbatschow, sondern vom Ministerrat der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, damals ein Bestandteil der Sowjetunion. Ich habe abgelehnt. Ich konnte keine persönliche Ehrenbekundung akzeptieren für ein Buch, das mit dem Blut von Millionen Menschen geschrieben worden war. 1998, am Tiefpunkt des nationalen Elends, erschien mein Buch "Russland im Absturz". Damals ordnete Jelzin persönlich an, mich mit dem höchsten Staatsorden auszuzeichnen. Ich habe geantwortet, dass ich keine Auszeichnung von einer Staatsmacht annehmen könne, die Russland an den Rand des Ruins getrieben hat.
Der mir jüngst verliehene Staatspreis aber wird nicht persönlich vom Präsidenten vergeben, sondern von einer angesehenen Expertengruppe, der russische Forscher und Kulturschaffende von tadellosem Ruf angehören, Menschen, die in ihren Bereichen absoluten Respekt genießen. Der Präsident als erste Person im Staat händigt diesen Preis am Nationalfeiertag aus. Als ich die Auszeichnung entgegennahm, äußerte ich die Hoffnung, dass die bitteren Erfahrungen Russlands, deren Studium und Wertung ich mein ganzes Leben gewidmet habe, uns vor neuen unheilvollen Abstürzen schützen mögen.
Ja, Wladimir Putin war ein Geheimdienstoffizier, da haben Sie recht, er war jedoch kein KGB-Ermittler und kein Lagervorsteher im Gulag. Die Nachrichtendienste, die für Auslandsaktivitäten zuständig sind, werden in keinem Land niedergemacht, in manchen werden sie sogar gefeiert. Niemand ist auf die Idee gekommen, George Bush senior dessen frühere Tätigkeit an der CIA-Spitze vorzuwerfen.
SPIEGEL: Ihr ganzes Leben lang haben Sie die Staatsmacht angesichts der Millionen Opfer des Gulag und des kommunistischen Terrors zur Reue aufgerufen. Ist dieser Ruf wirklich erhört worden?
Solschenizyn: Ich habe mich daran gewöhnt, dass öffentliche Reuebekundungen politischer Persönlichkeiten heute wohl das Allerletzte sind, was man von ihnen erwarten darf.
SPIEGEL: Da sind wir wieder bei Putin. Russlands heutiger Präsident bezeichnet den Zusammenbruch der Sowjetunion als größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Er sagt, man solle mit der selbstquälerischen Vergangenheitsbetrachtung Schluss machen; "von außen" werde versucht, Russland in ungerechtfertigter Weise "Schuldgefühle" anzuhängen. Kommt das nicht jenen entgegen, die ohnehin gern vergessen möchten, was zu Sowjetzeiten im Land geschah?
Solschenizyn: Mit dem Hinweis "von außen" hat er nicht unrecht: Sie sehen doch, dass überall in der Welt die Sorge darüber wächst, wie die USA ihre neue Monopolrolle als führende Weltmacht auszufüllen versuchen - auch auf Kosten Russlands. Was die "selbstquälerischen Vergangenheitsbetrachtungen" angeht, so werden die Begriffe "sowjetisch" und "russisch" leider bis heute gleichgesetzt. Schon in den siebziger Jahren habe ich dagegen argumentiert. Doch alle, der Westen, die Länder des ehemaligen sozialistischen Lagers, die ehemaligen Sowjetrepubliken, gehen mit diesen Begriffen leichtfertig um.
Die alte Politikergeneration in den früher kommunistisch regierten Ländern empfindet überhaupt keine Reue. Und der politische Nachwuchs nimmt mit seinen Anschuldigungen und Ansprüchen immer die bequemste Zielscheibe ins Visier - das heutige Moskau. So, als ob sich diese Leute heldenhaft ganz allein befreit hätten und nun ein neues Leben führen, während Moskau kommunistisch geblieben sei.
Ich hoffe, dass diese krankhafte Haltung bald der Vergangenheit angehört. Alle Völker, die den Kommunismus leidvoll ertragen mussten, sollten ihn als die wahre Ursache für die bitteren Erfahrungen in ihrer Geschichte erkennen.
SPIEGEL: Die Russen inbegriffen.
Solschenizyn: Wenn wir alle unsere Vergangenheit nüchtern sehen könnten, würde auch in unserem Land die Nostalgie nach sowjetischen Verhältnissen längst zu Ende sein. Und die Länder Osteuropas wie die ehemaligen Sowjetrepubliken würden ihre instinktive Haltung überwinden, den historischen Weg Russlands als Quelle allen Übels zu sehen. Es kann nicht angehen, dass persönliche Greueltaten von konkreten Führern oder politische Regimeverbrechen zur Schuld des russischen Volkes und seines Staates erklärt oder auf die angeblich krankhafte Psyche des russischen Volkes zurückgeführt werden, wie es im Westen oft genug getan wird. Diese Regime konnten sich nämlich nur durch den blutigen Terror in Russland halten. Es ist offensichtlich: Nur eine eigenständig erkannte Schuld kann Unterpfand für eine nationale Genesung sein. Ständige Vorwürfe von außerhalb sind eher kontraproduktiv.
SPIEGEL: Schuld zu erkennen setzt voraus, genügend Informationen über die eigene Vergangenheit zu besitzen. Historiker aber klagen darüber, Moskaus Archive seien nicht mehr so zugänglich wie noch in den neunziger Jahren.
Solschenizyn: Das ist keine einfache Frage. Unbestritten ist, dass Russland in den letzten 20 Jahren eine Archivrevolution erlebt hat. Tausende Aktendepots und Archive wurden für Forscher zugänglich gemacht. Sie konnten Hunderttausende Dokumente studieren, die für sie früher verschlossen waren. Hunderte Studien werden veröffentlicht. Leute von Einfluss wie der Militärhistoriker Dmitrij Wolkogonow und das frühere Politbüro-Mitglied Alexander Jakowlew konnten sich Zugang auch zu Dokumenten verschaffen, von denen der Stempel "Vertraulich" nicht entfernt worden war. Die Gesellschaft muss ihnen für ihre wertvollen Veröffentlichungen dankbar sein. In den letzten Jahren kommt niemand mehr an die vertraulich zu behandelnden Papiere heran. Der Prozess, sie Schritt für Schritt zugänglich zu machen, verläuft leider wesentlich langsamer, als man es sich wünscht.
Trotzdem sind Unterlagen aus dem Staatlichen Archiv der Russischen Föderation, dem wichtigsten und reichsten Archiv unseres Landes, heute so zugänglich wie in den neunziger Jahren. Damals hat der FSB diesem Archiv 100 000 Gerichts- und Ermittlungsakten übergeben, sie sind nach wie vor für Privatpersonen wie für Forscher offen. In den Jahren 2004 und 2005 veröffentlichte das Staatliche Archiv der Russischen Föderation eine siebenbändige "Geschichte des Stalinschen Gulag". Ich habe mit den Autoren zusammengearbeitet und kann bezeugen, dass es denkbar vollständig und glaubwürdig ist. Es wird heute von Forschern aus verschiedenen Ländern verwendet.
SPIEGEL: Schade nur, dass die Personalakten der Nomenklatura aus dem Innenministerium und der Geheimpolizei weiter gesperrt sind. Alexander Issajewitsch, es ist jetzt 90 Jahre her, dass Russland zuerst von der Februar-, dann von der OktoberRevolution erschüttert wurde. Vor wenigen Monaten haben Sie in einem großen Artikel Ihre These bekräftigt, wonach der Kommunismus nicht aus dem alten Regime hervorgegangen sei, sondern erst die bürgerliche Regierung unter Alexander Kerenski 1917 den Kommunisten die Möglichkeit zum Umsturz verschafft habe. Lenin wäre demnach eine zufällige Figur, die erst durch die Unterstützung der Deutschen nach Russland gelangte und die Macht an sich reißen konnte. Haben wir Sie da richtig verstanden?
Solschenizyn: Nein. Eine Möglichkeit zu nutzen, das vermögen nur herausragende Persönlichkeiten. Lenin und Trotzki waren äußerst gerissene und tatendurstige Politiker. Sie nutzten die Ratlosigkeit der Kerenski-Regierung aus. Ich will Sie vor allem in einem Punkt korrigieren: Die sogenannte Oktober-Revolution - das ist ein Mythos, den sich die Bolschewiki nach ihrem Sieg zurechtgelegt haben und den sich der auf den Fortschritt fixierte Westen völlig zu eigen gemacht hat.
Am 25. Oktober 1917 gab es in Petrograd einen gewaltsamen Staatsstreich. Er war eher für einen Tag konzipiert, methodisch aber brillant vorbereitet. Und zwar von Leo Trotzki, denn Lenin musste sich in jenen Tagen noch wegen Hochverratsbeschuldigungen versteckt halten. Was jetzt für die Russische Revolution von 1917 ausgegeben wird, war die Februar-Revolution. Ihre Ursachen lagen tatsächlich in den Verhältnissen, die im damaligen Russland herrschten, und ich habe nie etwas anderes behauptet. Die Februar-Revolution hatte tiefe Wurzeln, was ich auch in meinem epischen Werk "Rotes Rad" zeige. In erster Linie war das ein lang angestauter und gegenseitiger Hass der Bildungsschicht und der Machthaber. Er war es, der Kompromisse völlig undenkbar machte. Die Hauptverantwortung lastet natürlich auf dem Machtapparat. Wer soll eine größere Verantwortung für einen Schiffbruch tragen als der Kapitän? Die Voraussetzungen für die Februar-Revolution ergaben sich aus dem damaligen russischen Regime.
Daraus folgt allerdings überhaupt nicht, dass Lenin eine zufällige Figur oder dass die finanzielle Beteiligung des deutschen Kaisers Wilhelm unwesentlich war. Am Oktober-Umsturz ist nichts, was mit der Natur Russlands zu erklären wäre - im Gegenteil: Dieser Staatsstreich hat Russland das Rückgrat gebrochen. Der deutlichste Beweis dafür ist der rote Terror - die Bereitschaft der Revolutionsführer, Russland im eigenen Blut zu ersäufen.
SPIEGEL: Mit dem zweibändigen Werk "Zweihundert Jahre zusammen" haben Sie versucht, auch die Tabuisierung der russisch-jüdischen
Geschichte aufzubrechen - Bücher, die im Westen eher Irritation auslösten. Unter anderem deswegen, weil Sie die Juden als "Frontabteilung, geschaffen vom Weltkapital" bezeichnen, die bei der Zerstörung der bürgerlichen Ordnung vorangingen. Haben Sie Ihrem Quellenstudium tatsächlich entnehmen können, dass die Juden mehr als andere moralische Verantwortung für das missratene Sowjetexperiment tragen?
Solschenizyn: Ich möchte genau das vermeiden, worauf Sie mit Ihrer Frage hinauswollen: Ich will niemanden dazu auffordern, Schuldanteile abzuwiegen oder die moralische Verantwortung des einen oder anderen Volkes zu vergleichen. Ich fordere Leute auf, sich über ihren Weg bewusst zu werden.
In meinem Buch können Sie eine Antwort auf Ihre Frage finden: "Ein jedes Volk hat die moralische Verantwortung für seine Vergangenheit zu übernehmen - auch für die schmachvollen Seiten. Auf welche Weise kann es dies tun? Indem es den Versuch macht, zu begreifen: Warum hat man so etwas zugelassen? Worin lag hier unser Fehler? Könnte dies wieder geschehen? Dies ist der Geist, in dem sich das jüdische Volk der Verantwortung für seine revolutionären Mordgesellen und deren dienstwillige Chargen, die sich so leicht anheuern ließen, stellen muss, und dies nicht vor den Augen anderer Völker, sondern vor sich selbst und vor seinem Gewissen, vor Gott. So wie auch wir Russen die Verantwortung für die Pogrome tragen müssen, für die erbarmungslosen, brandschatzenden Bauern, für die unzurechnungsfähigen Revolutionssoldaten und für die Matrosen, die wie wilde Tiere wüteten."
SPIEGEL: Ihr wirkungsvollstes Buch, scheint uns, war der "Archipel Gulag". Es zeigte von innen heraus den menschenverachtenden Charakter der Sowjetdiktatur. Lässt sich heute mit dem Blick zurück sagen, wie sehr dieses Werk zum weltweiten Scheitern des Kommunismus beigetragen hat?
Solschenizyn: Diese Frage sollten Sie nicht an mich richten - es ist nicht Sache des Verfassers, solche Urteile zu fällen.
SPIEGEL: Die dunkle Erfahrung des 20. Jahrhunderts war etwas - und da zitieren wir sinngemäß Alexander Solschenizyn -, das Russland gewissermaßen stellvertretend für die Menschheit durchlaufen musste. Haben die Russen aus den zwei Revolutionen und ihren Folgen eine bestimmte Lehre zu ziehen vermocht?
Solschenizyn: Mein Eindruck ist, dass sie langsam damit beginnen. Es erscheinen viele Texte und Filme über die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert, von sehr unterschiedlicher Qualität natürlich. Aber die Nachfrage steigt - das ist sichtbar. Gerade erst zeigte der staatliche Fernsehkanal "Russland" eine furchterregende, brutale und überhaupt nicht abgemilderte Wahrheit über die Stalinschen Lager in einer Fernsehserie nach Werken von Warlam Schalamow ...
SPIEGEL: ... der selbst 18 Jahre im Gulag saß.
Solschenizyn: Ich war auch überrascht und beeindruckt von der Leidenschaftlichkeit, vom Ausmaß und von der Länge der Diskussion, die nach meinem Beitrag über die Februar-Revolution in Russland aufkam. Mich freut es, dass die Meinungen so verschieden waren, dass es Leute gibt, die mit mir nicht einverstanden sind, denn das zeigt, dass man endlich wirklich die eigene Vergangenheit begreifen möchte. Sonst kann es auch keinen wohlüberlegten Weg in die Zukunft geben.
SPIEGEL: All Ihren jüngeren Äußerungen zur aktuellen Entwicklung entnehmen wir, dass Sie Russland langsam wieder auf dem richtigen Weg sehen. Wie beurteilen Sie die Zeit, in der Putin in Russland regiert - im Vergleich zu seinen Vorgängern, den Präsidenten Gorbatschow und Jelzin?
Solschenizyn: Am Führungsstil von Gorbatschow überraschen die politische Naivität, mangelnde Erfahrung und Verantwortungslosigkeit gegenüber seinem Land. Das war keine Machtausübung, sondern ein sinnloser Verzicht auf Macht. Durch die Begeisterung des Westens fühlte er sich in dieser Verhaltensweise bestätigt. Allerdings muss man einräumen, dass es Gorbatschow war und nicht Jelzin - wie allerorts behauptet wird -, der unseren Bürgern zum ersten Mal die Meinungs- und Bewegungsfreiheit gab.
Die Verantwortungslosigkeit Jelzins gegenüber unserem Volk war um keinen Deut geringer, nur erstreckte sie sich auf andere Bereiche. Er war bestrebt, staatliches Eigentum möglichst rasch in private Hand zu geben, und er hat Russlands Reichtümer zum hemmungslosen Raub freigegeben, wobei es um Milliardenbeträge ging. Um sich die Unterstützung der Regionalfürsten zu sichern, forderte er sie
direkt zum Separatismus auf, ließ Beschlüsse verabschieden, die den russischen Staat in Stücke zerreißen sollten. Damit wurde Russland seiner wohlverdienten historischen Rolle und seiner Stellung auf dem internationalen Parkett beraubt. Was vom Westen mit lautstarkem Applaus quittiert wurde.
SPIEGEL: Und Putin?
Solschenizyn: Putin übernahm ein Land, das ausgeplündert und völlig aus dem Gleichgewicht gebracht worden war, mit einer großenteils entmutigten und verarmten Bevölkerung. Er schickte sich an, das zu tun, was möglich war - und möglich war eben ein langsamer, schrittweiser Wiederaufbau. Diese Bemühungen wurden nicht gleich bemerkt und erst recht nicht gewürdigt. Können Sie überhaupt Beispiele aus der Geschichte nennen, wo Bemühungen um die Wiederherstellung einer starken Staatsführung von außen wohlwollend registriert wurden?
SPIEGEL: Dass ein stabiles Russland auch im Interesse des Westens liegt - diese Erkenntnis hat sich inzwischen durchgesetzt. Uns wundert aber vor allem eines: Wenn es um die richtige Staatsform in Russland ging, waren Sie immer Verfechter einer Selbstverwaltung des russischen Bürgers - dieses Modell haben Sie der westlichen Demokratie gegenübergestellt. Was wir nach sieben Jahren Putin-Herrschaft sehen, ist genau das umgekehrte Ergebnis: Der Präsident besitzt die ausschließliche Macht, alles richtet sich nach ihm.
Solschenizyn: Jawohl, ich habe stets darauf bestanden und bestehe noch darauf, dass Russland eine lokale Selbstverwaltung braucht. Dabei will ich diese Lösung keinesfalls dem westlichen Demokratiemodell entgegensetzen. Im Gegenteil. Ich will meine Mitbürger mit Beispielen von hocheffizienter Selbstverwaltung in der Schweiz und in New England überzeugen, die ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Doch Sie verwechseln in Ihrer Frage die lokale Selbstverwaltung, die nur auf der untersten Ebene denkbar ist - wo die Leute die von ihnen gewählten Verwalter persönlich kennen -, mit jenen regionalen Machtstrukturen von einigen Dutzend Gouverneuren, die zur Jelzin-Zeit zusammen mit der Moskauer Zentralmacht schon die kleinsten Keime lokaler Selbstverwaltung ausrotteten.
Ich bin auch heute zutiefst bedrückt darüber, wie langsam und ungeschickt bei uns die lokale Selbstverwaltung durchgesetzt wird. Allerdings geht es auch hier voran. Zur Jelzin-Zeit wurden alle Möglichkeiten der lokalen Selbstverwaltung schon durch Gesetze blockiert. Jetzt ist die Staatsmacht bereit, mehr Entscheidungen an die Bevölkerung vor Ort zu delegieren. Leider ist es noch kein System.
SPIEGEL: Das können wir schwer nachvollziehen. Kritische Stimmen sind in diesem Land so gut wie nicht gefragt. Eine Opposition gibt es kaum.
Solschenizyn: Eine Opposition ist ohne Zweifel erforderlich und wird von jedem herbeigewünscht, der eine gesunde Entwicklung Russlands anstrebt. Wie zu Jelzins Zeiten bilden eigentlich nur die Kommunisten eine richtige Opposition.
Wenn Sie davon sprechen, dass es kaum noch Opposition gibt, meinen Sie sicherlich jene demokratischen Parteien, die es in den neunziger Jahren gab. Doch man muss das unvoreingenommen sehen: Im Laufe der neunziger Jahre ging es der Bevölkerung ständig schlechter, ein einschneidender Rückgang des Lebensstandards erfasste drei Viertel aller Familien in Russland - alles unter den "Fahnen der Demokratie". Was wundert es, wenn die Leute dann von diesen Fahnen wegliefen? Die Führer dieser Parteien können sich bis heute nicht einmal über Ministerposten in einem imaginären Schattenkabinett einigen. Es ist bedauerlich, dass es in Russland nach wie vor keine konstruktive, überschaubare und zahlenmäßig starke Opposition gibt. Offensichtlich braucht es mehr Zeit, bis sie sich formt. So wie man Zeit braucht, bis andere demokratische Institutionen reifen.
SPIEGEL: Bei unserem letzten Gespräch vor sieben Jahren haben Sie kritisiert, in der Duma säßen nur zur Hälfte direkt gewählte Abgeordnete, und die würden von den Vertretern der politischen Parteien dominiert. Nach Putins Wahlrechtsreform gibt es überhaupt keine Direktmandate mehr. Das ist doch ein Rückschritt!
Solschenizyn: Ja, ich halte das für einen Fehler. Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden. Die nämlich wissen dann um ihre persönliche Verantwortung in den Regionen und Kreisen, und sie können auch abberufen werden, wenn sie schlecht gearbeitet haben. Ich sehe und respektiere Wirtschaftsverbände, Vereinigungen von Kooperativen, territoriale Bündnisse, Bildungs- und Berufsorganisationen, doch ich verstehe nicht die Natur von politischen Parteien. Eine Bindung, die auf politischen Überzeugungen beruht, muss nicht notwendigerweise stabil sein, und häufig ist sie auch nicht ohne Eigennutz.
Leo Trotzki sagte noch in der Zeit des Oktober-Umsturzes sehr treffend: "Eine Partei, die die Machtergreifung nicht als ihr Ziel sieht, ist nichts wert." Das bedeutet doch, dass man Vorteile für sich will, auf Kosten der restlichen Bevölkerung. Bei einer unbewaffneten Machtergreifung ist das nicht anders. Wenn man über anonyme Parteiprogramme und Parteibezeichnungen abstimmt, ersetzt man damit die einzige glaubwürdige Auswahl eines Volksvertreters: eines Kandidaten mit einem konkreten Namen durch einen Wähler, der auch einen Namen besitzt. Darin besteht der ganze Sinn einer wahren Volksvertretung.
SPIEGEL: Russland ist in den letzten Jahren durch Öl und Gas reich geworden, ein Mittelstand formiert sich. Trotzdem sind die sozialen Kontraste zwischen Arm und Reich
in Russland riesengroß. Was könnte getan werden, um die Situation zu verbessern?
Solschenizyn: Ich halte die Kluft zwischen Arm und Reich in Russland für eine gefahrvolle Entwicklung, die der Staat baldmöglichst unter Kontrolle bringen muss. Obwohl viele märchenhafte Vermögen durch rücksichtslosen Raub in der Jelzin-Zeit zustande kamen, wäre es wohl nicht die vernünftigste Lösung, die großen Unternehmen wieder zu zerschlagen - zumal deren jetzige Eigentümer sich wirklich Mühe geben, effizient zu wirtschaften. Der richtige Weg wäre, bessere Überlebensmöglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen zu schaffen. Das würde auch bedeuten, dass jeder Bürger, der zugleich mittelständischer Unternehmer ist, vor Willkür und Korruption geschützt werden muss. Die Erträge aus der Ausbeutung der dem Volk gehörenden Bodenschätze müssen der Wirtschaft zugeführt und in Bildungs- und Gesundheitswesen umgeleitet werden. Auch da müssen wir lernen, Plünderung und Vergeudung auszuschließen.
SPIEGEL: Braucht Russland eine nationale Idee? Wie könnte diese aussehen?
Solschenizyn: Mit dem Ausdruck nationale Idee ist kein klarer wissenschaftlicher Inhalt verbunden. Man könnte zustimmen, dass dies die Vorstellung von einer Lebensweise in unserem Land ist, von der die Mehrheit der Bevölkerung schwärmt. Sie kann durchaus nützlich sein. Doch so etwas sollten sich nicht die Regierenden ausdenken, und schon gar nicht sollten sie versuchen, diese Idee gewalttätig in die Köpfe zu pflanzen. Es gab solche Vorstellungen mal nach dem 18. Jahrhundert in Frankreich, mal in Großbritannien, dann in den USA, in Deutschland, in Polen. Als die Diskussion über eine nationale Idee in aller Eile im nachkommunistischen Russland entfacht wurde, habe ich versucht, eine Abkühlung herbeizuführen - mit dem Einwand, dass wir uns nach allen kraftraubenden Verlusten für eine längere Zeit mit einer einfachen Aufgabe begnügen müssten: die zugrundegehende Nation zu retten.
SPIEGEL: Bei alldem fühlt sich Russland oft von außen allein gelassen. Wir beobachten derzeit eine ziemliche Ernüchterung im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen, auch zwischen Russland und Europa. Woran liegt das? Wo versteht der Westen das heutige Russland nicht?
Solschenizyn: Am interessantesten sind für mich die psychologischen Gründe: In Russland wie im Westen decken sich die gehegten Hoffnungen nicht mit der Realität. Als ich 1994 zurück nach Russland kam, erlebte ich eine Vergötterung der westlichen Welt und der Staatsordnung ganz unterschiedlicher Länder. Sie beruhte nicht auf wirklicher Kenntnis oder bewusster Auswahl, sondern vielmehr auf einer natürlichen Ablehnung des bolschewistischen Regimes und seiner antiwestlichen Propaganda. Diese Stimmung änderte sich nach dem brutalen Nato-Bombardement Serbiens. Es wurde ein dicker schwarzer Strich gezogen, der nicht mehr auszuradieren ist, und ich glaube, er geht durch alle Schichten der russischen Gesellschaft. Dazu kamen die Versuche der Nato, Teile der zerfallenen UdSSR in ihre Sphäre zu ziehen, vor allem - was besonders schmerzlich war - die Ukraine, ein mit uns eng verwandtes Land, mit dem wir durch Millionen familiärer Beziehungen verbunden sind. Diese könnten durch eine militärische Bündnisgrenze im Nu zerschnitten werden.
Bis dahin galt der Westen bei uns vorwiegend als Ritter der Demokratie. Nun mussten wir enttäuscht feststellen, dass die westliche Politik sich in erster Linie von Pragmatismus leiten lässt, noch dazu häufig von einem eigennützigen und zynischen. Viele Russen erlebten das als einen Zusammenbruch ihrer Ideale. Der Westen freute sich über das Ende des lästigen Kalten Krieges und beobachtete über die Jahre der Gorbatschow- und Jelzin-Herrschaft hinweg eine Anarchie im Inneren Russlands und die Aufgabe aller Positionen nach außen hin. Er gewöhnte sich schnell an den Gedanken, dass Russland nun fast ein Land der Dritten Welt sei und dass es für immer so bleiben werde. Als Russland wieder zu erstarken begann, reagierte der Westen panisch - vielleicht unter Einfluss nicht ganz überwundener Ängste.
SPIEGEL: Ihm fiel wieder die alte Großmacht Sowjetunion ein ...
Solschenizyn: Unnützerweise. Aber schon früher hatte sich der Westen der Illusion hingegeben - oder so getan, als würde er das tatsächlich glauben -, dass Russland bereits eine junge Demokratie sei, obwohl davon noch keine Spur zu sehen war. Es ist doch klar, dass Russland noch keine Demokratie ist, es beginnt erst, eine demokratische Ordnung aufzubauen. Es ist nur
allzu leicht, unserem Land einen langen Katalog von Irrtümern, Versäumnissen und Normverstößen zu präsentieren. Aber in jenem Kampf, der nach dem 11. September 2001 begann und der noch immer läuft, hat Russland dem Westen seine Unterstützung angeboten - deutlich und unmissverständlich. Diese Unterstützung wurde abgewiesen - aus einer bestimmten psychologischen Grundeinstellung heraus oder aus krankhafter Kurzsichtigkeit. In Afghanistan haben die USA unsere Hilfe akzeptiert, doch an Russland immer wieder neue Forderungen gestellt. Die Unzufriedenheiten Europas mit Russland wiederum sind unzweifelhaft mit den westlichen Ängsten um die Energieversorgung verbunden, und für die gibt es eigentlich keinen Grund.
Aber kann sich der Westen angesichts der neuen Gefahren die zurückweisende Haltung gegenüber Russland überhaupt leisten? In meinem letzten Interview vor der Rückkehr nach Russland, das ich im April 1994 für die Zeitschrift "Forbes" gab, habe ich gesagt: "Wenn man weit in die Zukunft blickt, so kann man im 21. Jahrhundert auch eine Zeit entdecken, in der die USA zusammen mit Europa Russland noch sehr als Bündnispartner brauchen werden."
SPIEGEL: Sie haben Goethe, Schiller, Heine im Original gelesen und immer gehofft, Deutschland werde eine Art Brücke zwischen Russland und dem Rest der Welt sein. Glauben Sie, dass die Deutschen diese Rolle heute noch spielen können?
Solschenizyn: Das glaube ich. Deutschland und Russland fühlen sich gegenseitig zueinander hingezogen, worin ich schon eine Art Vorherbestimmung sehe - sonst hätte dieses Verhältnis nicht zwei wahnsinnige Weltkriege überstanden.
SPIEGEL: Welche deutschen Dichter oder Philosophen haben Sie eigentlich am stärksten beeinflusst?
Solschenizyn: Meine Kinder- und Jugendjahre waren geprägt von Schiller und Goethe. Später hat mich Schelling begeistert. Die großartige deutsche Musik ist für mich von unschätzbarem Wert. Ich kann mir mein Leben ohne Bach, Beethoven und Schubert nicht vorstellen.
SPIEGEL: Umgekehrt ist im Westen wenig über Russlands heutige Schriftsteller bekannt. Wie sehen Sie die Situation der russischen Literatur?
Solschenizyn: Zeiten rasanter und grundlegender Umwandlungen sind nie besonders gut für die Literatur. Nicht nur große, sondern auch einigermaßen bedeutende literarische Werke wurden fast überall nur zu Zeiten von Stabilität geschaffen - egal, ob diese positiv oder negativ zu sehen war. Die moderne russische Literatur bildet da keine Ausnahme. Es ist kein Zufall, dass sich das aufgeklärte Leserinteresse im heutigen Russland zunehmend auf Tatsachenliteratur konzentriert: Memoiren, Biografien, Dokumentarprosa. Ich glaube allerdings, dass der Hang zur Gerechtigkeit und der ethische Ansatz als Fundament der russischen Literatur nicht verlorengehen und dass sie helfen, unseren Geist zu erleuchten und unser Verständnis zu vertiefen.
SPIEGEL: Durch Ihr ganzes Werk zieht sich der Einfluss des orthodoxen Glaubens auf das Russentum. Wie ist es heute mit der moralischen Kompetenz der Russischen Orthodoxen Kirche bestellt? Uns scheint, sie wird wieder zur Staatskirche, die sie vor Jahrhunderten schon war - eine Kirche, die den jeweiligen Herrscher im Kreml als Statthalter legitimiert.
Solschenizyn: Nein, im Gegenteil. Man muss sich wundern, wie die Kirche in den wenigen Jahren, die vergangen sind, seit sie total dem kommunistischen Staat unterworfen war, erneut eine recht unabhängige Position aufbauen konnte. Man darf nicht vergessen, welche furchtbaren Verluste an Menschen die Russische Orthodoxe Kirche fast das ganze 20. Jahrhundert hindurch zu tragen hatte. Jetzt kommt sie auf die Beine. Und der junge postsowjetische Staat lernt es, die Kirche als eigenständige und unabhängige Einrichtung zu respektieren. Die soziale Doktrin geht in der Russischen Orthodoxen Kirche viel weiter als das Regierungsprogramm. In der jüngsten Zeit fordert Metropolit Kyrill, der die Haltung der Kirche am deutlichsten zum Ausdruck bringt, dazu auf, das Steuersystem zu ändern - was nun überhaupt nicht in dieselbe Richtung geht, wie es die Regierung sich denkt. Und dieses tut er öffentlich, in den landesweiten Fernsehsendern.
Mit der Legitimation des Kreml-Herrschers meinen Sie wohl, dass für Jelzin ein Trauergottesdienst in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale abgehalten wurde - und keine zivile Abschiedsfeier?
SPIEGEL: Auch das.
Solschenizyn: Möglicherweise war das die einzige Möglichkeit, den noch nicht abgekühlten Volkszorn im Zaum zu halten und zu vermeiden, dass er sich bei der Trauerzeremonie Bahn bricht. Ich sehe allerdings keinen Grund, darin nun ein weiterhin gültiges Trauerzeremoniell für russische Präsidenten zu sehen.
Was aber die Vergangenheit betrifft, so werden von der Russischen Orthodoxen Kirche rund um die Uhr Gedenkgebete für die Opfer kommunistischer Hinrichtungen abgehalten - in Butowo bei Moskau, auf den Solowezki-Inseln und in vielen anderen Orten, wo es Massengräber gibt.
SPIEGEL: Bei Ihrem Gespräch mit SPIEGEL-Gründer Rudolf Augstein haben Sie 1987 darauf verwiesen, wie schwierig es sei, öffentlich über die eigene Haltung zur Religion zu sprechen. Was bedeutet Glaube für Sie?
Solschenizyn: Für mich gehört der Glaube zu den Grundlagen und Grundfesten des Lebens eines Menschen.
SPIEGEL: Haben Sie Angst vor dem Tod?
Solschenizyn: Nein, ich habe seit langem keine Angst mehr vor dem Tod. Als ich jung war, musste ich oft daran denken, dass mein Vater mit 27 Jahren viel zu früh starb. Ich hatte Angst, aus dem Leben zu scheiden, bevor ich meine literarischen Pläne verwirklicht haben könnte. Doch bereits zwischen meinem 30. und 40. Lebensjahr rang ich mich zu einer sehr ruhigen Haltung gegenüber dem Tode durch. Für mich ist es ein natürlicher Meilenstein, der aber bei weitem nicht das Ende der Existenz einer Persönlichkeit markiert.
SPIEGEL: Wir wünschen Ihnen jedenfalls noch weitere schaffensreiche Jahre.
Solschenizyn: Nein, nein, das muss nicht sein. Es reicht.
SPIEGEL: Alexander Issajewitsch, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
* Alexander Solschenizyn: "Meine amerikanischen Jahre". Aus dem Russischen von Andrea Wöhr und Fedor Poljakov. LangenMüller Verlag, München; circa 450 Seiten; 29,90 Euro.
Das Gespräch führten die Redakteure Christian Neef und Matthias Schepp.
* Gemälde von Pawel P. Sokolow-Skalja.
Von Christian Neef und Matthias Schepp

DER SPIEGEL 30/2007
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