30.07.2007

UNTERNEHMENBörsendeals treiben Porsche-Gewinn

Porsche wird im Geschäftsjahr 2006/07, das am 31. Juli endet, einen Rekordgewinn von über drei Milliarden Euro erwirtschaften - bei einem Umsatz, der nur bei gut sieben Milliarden liegt. Aber nur ein Drittel des Super-Profits stammt aus dem Verkauf von Autos. Das Gros entstand durch die Neubewertung der VW-Aktien, deren Wert seit dem Einstieg Porsches bei den Wolfsburgern stark gestiegen ist, und durch Optionsscheingeschäfte. Finanzvorstand Holger Härter hatte vor dem Einstieg bei VW und vor jeder Erhöhung des Aktienanteils Optionen auf VW-Aktien erworben. Mit dem Kurs der Aktien stieg der Wert der Optionen. In der ersten Hälfte dieses Geschäftsjahrs erzielte Porsche dadurch einen Gewinn von 600 Millionen Euro. Die Transaktionen waren nicht risikolos. Wenn die VW-Aktie gefallen wäre, hätte Porsche Verluste hinnehmen müssen. Weil die Kurse stiegen, musste Porsche für einen 30,9-Prozent-Anteil an VW nur fünf Milliarden Euro zahlen. Dessen Wert beläuft sich derzeit auf über zehn Milliarden. Finanzchef Härter wurde jetzt zum Stellvertreter von Porsche-Boss Wendelin Wiedeking befördert.

DER SPIEGEL 31/2007
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