03.09.2007

LINKESchlag für Brie

Nach seiner heftigen Kritik an Partei- und Fraktionschef Oskar Lafontaine hat den linken Europa-Abgeordneten André Brie offenbar ein Vergeltungsschlag ereilt. Brie hatte Lafontaine in einem SPIEGEL-Interview (31/2007) bescheinigt, "psychologisch in einer schwierigen Situation" zu sein, und ihn gewarnt, die Linke in eine "Feindschaft" zur SPD zu führen. Wenige Tage nach dem Erscheinen des Interviews wurde Brie telefonisch mitgeteilt, dass man auf zwei Beiträge von ihm zu Afghanistan in Blättern der Fraktion verzichte. Brie nennt den Vorgang "makaber und dumm". Es sei wohl noch nicht allen klar, dass man "in einer offenen Gesellschaft" lebe und er jederzeit seine Position zum Thema publizieren könne. Politische Verantwortung für die Fraktionsblätter trägt der Lafontaine-Vertraute Ulrich Maurer, den Brie ebenfalls attackiert hatte. Maurer spricht von Änderungen bei der "redaktionellen Planung". Man habe "ein Überangebot an Textvorschlägen zu einem Thema" gehabt, werde aber "bei nächster Gelegenheit" auch etwas von Brie veröffentlichen.

DER SPIEGEL 36/2007
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