03.09.2007

ARBEITSMARKTFachkräftelücke wird größer

Einen erheblichen Mangel an Fachkräften und Hochschulabsolventen prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das zur Nürnberger Bundesagentur für Arbeit gehört. Bis zum Jahr 2015 könne es "auf dem Arbeitsmarkt für Akademiker und bei betrieblich ausgebildeten Fachkräften zu einer Mangelsituation kommen", heißt es in einer neuen Studie. So steige der Bedarf an Hochqualifizierten wegen des Wandels zur Informations- und Wissensgesellschaft in den nächsten Jahrzehnten "sowohl in relativen als auch in absoluten Größen" an. Ab 2020, so die Analyse, scheide ein Großteil der Fachkräfte der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Berufsleben aus. Die nachrückende Generation sei im Schnitt zu gering qualifiziert. So erwerben in der Bundesrepublik nur 20 Prozent eines Jahrgangs einen Hochschulabschluss, so wenig, wie in kaum einem anderen Industrieland. Um die wachsende Lücke zwischen Fachkräftebedarf und -angebot zu schließen, empfehlen die Institutsforscher zusätzliche Anstrengungen bei der Hochschulförderung, der betrieblichen Weiterbildung sowie der Beschäftigung von Älteren und Frauen. Zudem müssten mehr ausländische Fachkräfte nach Deutschland geholt werden, etwa durch die "gezielte Steuerung der Zuwanderung nach dem Vorbild Kanadas oder Australiens" oder durch die "Absenkung der Einkommensgrenzen für qualifizierte Zuwanderer".

DER SPIEGEL 36/2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 36/2007
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

ARBEITSMARKT:
Fachkräftelücke wird größer