03.09.2007

INDUSTRIEPOLITIKRüttgers' Ruhrbaron

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat seinen Vertrauten und Parteifreund Wilhelm Bonse-Geuking als Aufsichtsratschef bei RWE ins Spiel gebracht. Der Politiker hat den Kandidaten bereits einigen kommunalen Vertretern in dem Gremium vorgeschlagen. Bonse-Geuking war Deutschland-Chef der britischen Ölfirma BP, heute leitet der 66-Jährige die Kohlestiftung, die den Erlös aus dem geplanten Börsengang der RAG verwalten soll. Zudem wird er die Aufsichtsgremien der Deutschen Steinkohle AG sowie des nach dem Börsengang selbständigen "weißen Bereichs" der RAG leiten. Damit ist er einer der mächtigsten Manager im Ruhrgebiet. Die Nachfolgediskussion für den bisherigen Aufsichtsratschef Thomas Fischer begann, nachdem der als Chef der WestLB abgelöst wurde. Fischer wird vorgeworfen, den Aufsichtsrat über die Verluste im Eigenhandel der Bank nicht oder zu spät informiert zu haben, was der Banker jedoch bestreitet. Ein Vertreter der Kommunen hatte bereits bei ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz vorgefühlt, doch der lehnte ab.

DER SPIEGEL 36/2007
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