03.09.2007

Albert „Al“ Gore

Albert "Al" Gore , 59, US-Politiker, Geschäftsmann und Umweltschützer, macht Kasse mit dem Klimaschutz. Im Oktober soll Al Gore auf einem Klimakongress des Karlsruher Energiekonzerns EnBW in Berlin als hochbezahlter Gastredner auftreten. Die stolze Gage soll bei 180 000 Dollar liegen, eine Summe, die der Konzern weder dementiert noch bestätigt. Für die "Ikone des Klimawandels" und den "Oscar-Preisträger", so ein EnBW-Sprecher, müsse man derlei "vertraglich vertrauliche" Beträge zahlen. Eine ähnliche Honorarvorstellung der Al-Gore-Agenten mit standesgemäßer Unterbringung in Luxushotels samt ihn begleitende Angehörige wurde zuvor von den Grünen im Europarlament als überzogen angesehen und zurückgewiesen. Schon auf dem letztjährigen Klimakongress von EnBW, der seine Marke Yello Strom mit einem hohen Atomstromanteil billig hält, war Al Gore per Video eingespielt worden. Diesmal soll der ehemalige US-Vizepräsident, den die dänische Internet-Agentur skandiaweb vermittelt, den Strom aus Kernkraftwerken als eine notwendige Energie loben, heißt es bei EnBW.

DER SPIEGEL 36/2007
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