03.09.2007

Ursula von der Leyen

Ursula von der Leyen , 48, Bundesfamilienministerin, hat Ärger wegen eines Ausflugs in die Welt der Mode. Für die Wartezimmerpostille "Frau im Spiegel" hatte sich die CDU-Frau - ohne Honorar - unter anderem in einem Designer-Abendkleid ablichten lassen. Nun wollen die Grünen, in Modedingen bislang eher unauffällig, dem Klamottenfimmel der Ministerin auf den Grund gehen. Die Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn, 55, erhofft sich von einer Anfrage an die Regierung Aufklärung über die genauen Umstände des ministerialen Fotoshootings. Verwundert ist Höhn darüber, dass neben den Bildern der Ministerin in Versandhausmanier sowohl die Namen der jeweiligen Designer (Bogner, Windsor, Anna von Griesheim) als auch die Preise der Modestücke ("1490 Euro, 249 Euro, 419 Euro") genannt werden. Zugleich fürchtet sie offenbar weitere Auftritte von regierenden Fotomodellen. "Gibt es innerhalb der Bundesregierung Kriterien, inwiefern Kabinettsmitglieder für privatwirtschaftliche Unternehmen Werbung machen dürfen?", fragt Höhn. "Wenn ja, wie sehen diese aus?"

DER SPIEGEL 36/2007
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