10.09.2007

ARBEITSLOSEMehr Privatvermittler sollen helfen

Langzeitarbeitslose will die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit vermehrt von privaten Vermittlern betreuen lassen. Wer als Arbeitslosengeldempfänger länger als fünf Monate ohne Job ist und als schwer vermittelbar gilt, soll künftig generell in die Obhut kommerzieller Job-Agenturen überstellt werden, heißt es in einem internen Papier der Agenturführung. Die Privatunternehmen sollen die Job-Chancen der Erwerbslosen ausloten, Trainings- oder Fortbildungsmaßnahmen vergeben und Stellen vermitteln. Das Programm soll rund 35 000 Erwerbslose erfassen und dafür sorgen, dass künftig "weniger Jobsuchende auf Hartz IV abrutschen", so ein Agentursprecher. Bereits vor einigen Monaten hatte der Vorstand der Behörde beschlossen, den verstärkten Einsatz privater Vermittler in sechs ausgewählten Agenturbezirken zu erproben. Kritik an dem Programm kommt von den Personalräten der Behörde. Sie fürchten, dass der Plan viel Geld verschlingen wird, ohne die Zahl der Vermittlungen nennenswert zu erhöhen.

DER SPIEGEL 37/2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 37/2007
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

ARBEITSLOSE:
Mehr Privatvermittler sollen helfen

  • Eklat im Weißen Haus: Pelosi bricht Treffen mit Trump ab
  • Beeindruckendes Unterwasservideo: Taucher filmt Riesentintenfisch-Ei
  • Rennen in Australien: Solarfahrzeug brennt lichterloh
  • Walforschung per Drohne: "Wir sehen, wie diese Tiere ihre Beute manipulieren"