03.12.2007

MEDIKAMENTEAnti-Rauch-Pille mit Selbstmordwirkung?

Arzneimittelbehörden in den USA und Großbritannien gehen Hinweisen nach, wonach auch Champix, ein neues Mittel zur Raucherentwöhnung, zu Depressionen, Aggressionen und sogar zu selbstmörderischen Gedanken führen kann. Bis zu 20 000 Briten haben das bisher als erfolgreich gepriesene Medikament seit seiner Zulassung im vergangenen Jahr angewendet. Jetzt sind 839 Berichte über Nebenwirkungen eingegangen, rund 50 davon betreffen Gemütsverdunklungen, weitere 16 einen unerklärlichen Hang zum Suizid. In den USA hat die Food and Drug Administration nach rund 5000 Beschwerden eine Untersuchung eingeleitet. Der Hersteller Pfizer hat vorsorglich den Beipackzettel um die Angabe ergänzt, dass Selbstmord eine mögliche Nebenwirkung sei. Dennoch steht nicht fest, ob das Mittel selbst für die Gemütsveränderungen verantwortlich ist - oder ob der Nikotinentzug an sich die bedeutendere Rolle spielt. Ähnliche Probleme waren zuvor bei den Konkurrenzmitteln Zyban und Accomplia aufgetaucht.

DER SPIEGEL 49/2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 49/2007
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

MEDIKAMENTE:
Anti-Rauch-Pille mit Selbstmordwirkung?