10.12.2007

KRANKENKASSENBessere Nachsorge

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mahnt die Krankenkassen, eine gesetzliche Regelung aus dem Jahr 2004 endlich umzusetzen. Seinerzeit war den Kassen auferlegt worden, sich um die Betreuung schwerstkranker Kinder nach deren Entlassung aus dem Krankenhaus zu kümmern. Es geht dabei um jährlich rund 40 000 Kinder, die - etwa nach Krebsbehandlungen, Diabetesdiagnosen oder weil sie als extreme Frühchen zur Welt gekommen sind - zu Hause von speziell geschulten Pflegekräften weiterversorgt werden sollen. In der Praxis waren die Kassen laut Schmidt jedoch sehr zögerlich, Verträge mit ambulanten Diensten abzuschließen - offenbar aus Sorge um neue Kosten. Fachleute wie Rainer Rossi, Chefarzt im Klinikum Neukölln, halten das für kurzsichtig: "Mit einer sozialmedizinischen Fallbetreuung verlassen etwa Frühgeborene schneller das Krankenhaus und müssen viel seltener wieder stationär behandelt werden."

DER SPIEGEL 50/2007
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