10.12.2007

LANDWIRTSCHAFTTannenbäume nach Fernost

In Deutschland wird der traditionelle Weihnachtsbaum erheblich teurer. Nach Beobachtungen des Spitzenverbands der Deutschen Holzindustrie führen die wachsende Zahl von Single-Haushalten und der zunehmende Export zu einer steigenden Nachfrage. Weil außerdem bundesweit mehrere tausend Hektar Tannenbaumplantagen umgewidmet wurden - etwa für den profitableren Anbau von Pflanzen zur Gewinnung von Bio-Kraftstoffen -, wird das Angebot knapper. Vor allem die Nordmanntanne wird verstärkt in das Ausland exportiert. So fliegt die Lufthansa bereits Bäume nach Abu Dhabi oder Dubai. In Kühlcontainern werden frisch geschlagene Weihnachtsbäume sogar bis nach China verschifft. Dort gilt ein nach US-Vorbild kitschig geschmückter Baum als besonderer Ausweis von Wohlstand und Shopping-Kultur. "Wir haben gar nicht genug Ware, um die Chinesen zu bedienen", sagt der schleswig-holsteinische Tannenbaumunternehmer Christian von Burgsdorff. Bei Meterpreisen von rund 20 Euro für gutgewachsene Nordmanntannen müssten sich die rund 28 Millionen deutschen Weihnachtsbaumkäufer auf steigende Preise einstellen.

DER SPIEGEL 50/2007
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