10.12.2007

EUROPAEuphorie im Osten

Ungarns Regierungschef Ferenc Gyurcsány freut sich schon lange auf den 21. Dezember: Dann werde Budapest "wieder zum europäischen Bürgertum" gehören. Kurz vor dem Weihnachtsfest tritt Ungarn mit sieben weiteren Ländern aus dem Osten der EU und Malta dem Schengener Abkommen bei. 1985 hatten in dem gleichnamigen luxemburgischen Moseldorf fünf EU-Staaten als Vorreiter beschlossen, untereinander nach und nach auf Grenzkontrollen zu verzichten, dafür aber ihre Außengrenzen verstärkt zu überwachen. Mit der Erweiterung umfasst der Schengen-Raum jetzt 24 Länder. So können nun auch Esten nach Portugal reisen, ohne ein einziges Mal ihren Pass vorzuzeigen.
Der Euphorie im Osten steht jedoch Skepsis im Westen gegenüber. So fürchten viele Bürger des alten Europa, mit der Aufhebung der Kontrollen rolle eine Welle der Kriminalität auf sie zu. Doch Brüssel stellt den neuen Schengen-Staaten im Osten ein weitgehend gutes Zeugnis aus. Grenzschützer und Zöllner der Balten, Polen, Ungarn, Tschechen, Slowaken und Slowenen erfüllten die hohen Anforderungen an die Überwachung ihrer Außengrenzen - im Großen und Ganzen; allerdings gebe es fast in jedem der Länder noch spezifische Probleme (siehe Grafik). Für die Aufrüstung der Kontrollstationen an der neuen Ostgrenze stellte Brüssel mehrere hundert Millionen Euro zur Verfügung.

DER SPIEGEL 50/2007
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EUROPA:
Euphorie im Osten

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