10.12.2007

INTERNETDatenstrom in der Kloake

Telekommunikationsfirmen geben Milliarden aus, um Straßen aufzureißen und neue Glasfaserkabel für das ultraschnelle Internet im Boden zu vergraben. Ein kleines englisches Unternehmen hat nun bewiesen, dass sich die Netz-Gesellschaft auch auf sehr viel elegantere Weise verkabeln lässt. "H2O Networks", wie sich die Firma euphemistisch nennt, zieht die feinen Datenstränge in die Unterwelt ein - nämlich in das bestehende Netz der Kanalisation. Die Cyber-Kloake "Focus" ("Fibre Optical Cable Underground Sewer") lässt sich dem Hersteller zufolge im Gedärm einer Stadt schnell und zu äußerst geringen Kosten verlegen. Universitäten in den Städten Edinburgh, Bournemouth und Aberdeen erfreuen sich bereits an solchen Hochgeschwindigkeitsnetzen im Abwasser. Nun will H2O Networks seine Dienste im gesamten Vereinigten Königreich offerieren. Stinkende Kanäle von landesweit mehr als 500 000 Kilometer Gesamtlänge, so hofft die Firma, könnten das Breitband-Internet selbst in entlegene Orte bringen.

DER SPIEGEL 50/2007
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