10.12.2007

FILMDiktatur der Maschinen

Der Kinoklassiker "Metropolis" von Fritz Lang wird neu verfilmt. Der deutsche Produzent Thomas Schühly und sein amerikanischer Kollege Mario Kassar haben die Rechte erworben und führen bereits Gespräche mit namhaften Regisseuren in Hollywood.
"Metropolis" kam 1927 in die deutschen Kinos und war zunächst kein Erfolg. Erst in der Rückschau gewann er an Bedeutung und gilt heute als einer der wichtigsten Filme aller Zeiten. Die Unesco hat ihn zum Weltdokumentenerbe erklärt. Die Geschichte handelt von der Liebe zwischen Maria, einem Arbeitermädchen, und Freder, einem Sohn der tyrannischen Herrscherklasse. Während die Oberschicht von Metropolis jeden Luxus genießen kann, leiden die Arbeiter nackte Not. Es kommt zum Aufstand, zum Sturm auf die Maschinen, die den Takt des Films bestimmen. Luis Buñuel nannte ihn eine "Symphonie der Bewegung". Thomas Schühly, 56, war einer der Produzenten von Rainer Werner Fassbinder und hat später unter anderem die Filme "Abwärts", "Der Totmacher" und "Alexander" gemacht. "Für mich", sagt er, "ist es ein großes Glück, diesen Stoff, der heute so aktuell und brisant ist wie damals, neu verfilmen zu dürfen."

DER SPIEGEL 50/2007
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