17.12.2007

FILMPRODUKTIONUfa steigt wieder ins Kinogeschäft ein

Der größte deutsche TV-Produzent, die Ufa, kehrt ins Kinogeschäft zurück. Das Unternehmen, das in den zwanziger Jahren mit legendären Filmen wie "Der blaue Engel" als deutsche Traumfabrik galt, hatte sich 1961 fast ganz von der Leinwand verabschiedet. Ab Januar will die zu Bertelsmann gehörende Ufa nun mit einer neuen Tochter die Kino-Tradition wieder aufnehmen. Acht bis zehn Filme im Jahr soll die Ufa Cinema künftig produzieren, der erste soll Mitte 2009 fertig sein. Als Geschäftsführer fungiert ab April Thomas Friedl, der erst vor wenigen Tagen seinen Abgang bei der größten deutschen Filmfirma Constantin vermeldet hatte. Daneben werden Nico Hofmann, Chef der Ufa-Tochter Teamworx ("Dresden", "Die Sturmflut"), Teamworx-Manager Jürgen Schuster und Ufa-Chef Wolf Bauer das Geschäft leiten. Bauer hatte den Wiedereinstieg ins Kinogewerbe bisher ausgeschlossen. "Jetzt sind die Bedingungen anders", sagt er. "Deutsche Filme sind bei den Zuschauern immer beliebter, die Exportchancen und die Finanzierungsmöglichkeiten sind besser als früher." In die Filme will Ufa mit einem Budget von je 4 bis 15 Millionen Euro deutlich mehr investieren als üblich.

DER SPIEGEL 51/2007
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