22.12.2007

Chronik

15. bis 20. Dezember
SAMSTAG, 15. 12.
KLIMAGIPFEL Nach tagelangen zähen Verhandlungen erzielen die 187 Teilnehmerstaaten beim Uno-Klimagipfel auf Bali doch noch eine Einigung: In den kommenden zwei Jahren soll ein neuer Vertrag ausgehandelt werden, der das Kyoto-Protokoll aus dem Jahre 1997 ablösen soll.
HEIMKEHR Der 17-jährige Marco Weiss kehrt nach monatelanger Untersuchungshaft aus der Türkei nach Deutschland zurück.
SONNTAG, 16. 12.
IRAK Türkische Kampfflugzeuge bombardieren mehrere kurdische Dörfer im Norden des Nachbarlandes. Laut der Kurdenorganisation PKK sterben sieben Menschen.
HANDBALL-WM In Paris besiegt die deutsche Damenmannschaft das rumänische Team im Spiel um Platz drei knapp mit 36:35 und gewinnt so die Bronzemedaille.
MONTAG, 17. 12.
KUBA Der 81-jährige Staatschef Fidel Castro kündigt in einer Fernsehbotschaft erstmals die Möglichkeit seines Rückzugs an. Seit über einem Jahr ist der schwerkranke Máximo Líder nicht mehr öffentlich aufgetreten.
FUSSBALL Der brasilianische Superstar Kaká vom AC Mailand und seine Landsfrau Marta werden in Zürich zu den Weltfußballern des Jahres 2007 gekürt.
DIENSTAG, 18. 12.
TERROR-PROZESS Die beiden "Kofferbomber von Köln" werden im Libanon verurteilt. Der abwesende Youssef al-Hajdib, der ab heute in Düsseldorf vor Gericht steht, soll nach dem Willen der Beiruter Richter lebenslang in Haft. Sein Komplize Dschihad Hamad muss für zwölf Jahre ins Gefängnis.
FLUGHAFEN Die hessische Landesregierung unter Roland Koch (CDU) genehmigt den umstrittenen Ausbau des Frankfurter Flughafens mit Auflagen. Das vier Milliarden Euro teure Projekt sieht unter anderem den Bau einer vierten Landebahn und eines weiteren Terminals vor.
SÜDAFRIKA Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) wählt den früheren stellvertretenden Staatspräsidenten Jacob Zuma zum neuen Parteivorsitzenden. Der 65-Jährige setzt sich in einer Kampfabstimmung gegen den bisherigen Amtsinhaber, Staatschef Thabo Mbeki, durch.
MITTWOCH, 19. 12.
PAKISTAN Bei einem schweren Zugunglück sterben rund 40 Menschen, mehr als 120 Reisende werden zum Teil schwer verletzt. Ursache der Katastrophe könnte der Bahn zufolge ein Gleisschaden gewesen sein.
BELGIEN 192 Tage nach der Parlamentswahl vereinbaren die wichtigsten Parteien des Landes die Bildung einer Übergangsregierung. An ihrer Spitze soll der bisherige Ministerpräsident Guy Verhofstadt stehen, der eigentlich im Juni abgewählt wurde, mangels Nachfolger aber die Regierungsgeschäfte weiterführte.
DONNERSTAG, 20. 12.
EUROPÄISCHE UNION Um Mitternacht treten die neuen EU-Mitglieder dem Schengen-Raum bei - damit entfallen unter anderem die Personenkontrollen an der deutsch-polnischen und deutsch-tschechischen Grenze.

DER SPIEGEL 52/2007
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