31.12.2007

AUTOMOBILETraum vom Elektrorenner

Der Plan des kalifornischen Ingenieurs Martin Eberhard, einen Strom-Sportwagen mit der Kraft von knapp 7000 Laptop-Akkus anzutreiben, elektrisierte in diesem Jahr weltweit die Autoindustrie. Prominente wie Hollywood-Star George Clooney oder Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger gehörten zu den Ersten, die sich den E-Roadster bei der von Eberhard gegründeten Firma Tesla im Silicon Valley südlich von San Francisco bestellten. Der Elektro-Rennwagen soll spurten wie ein Ferrari und mit einer Batterieladung über 300 Kilometer weit fahren. Doch die Entwicklung stockt: Die Auslieferung der ersten Modelle musste wegen technischer Probleme mehrfach verschoben werden. Kleinakkus zu einem üppigen Stromtank zu bündeln ist offenbar erheblich schwieriger, als die Tesla-Entwickler angenommen hatten. Großkonzerne wie General Motors und Volkswagen werden dennoch bald Elektroautos zur Serienreife bringen, indem sie die Wagen mit großen Lithiumionenbatterien ausrüsten. Pionier Eberhard brachte durchaus Bewegung in die Branche, ist aber letztlich wohl gescheitert: Die Gesellschafter der Firma Tesla, unter ihnen illustre Aufsteiger der Computerbranche, haben den Firmengründer inzwischen gefeuert.

DER SPIEGEL 1/2008
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