21.01.2008

Jörgen Thiele

Jörgen Thiele , 68, und Klaus-Michael Rothe , der eine Präsident, der andere Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwerin, haben ein erstaunliches Maß an Toleranz im Umgang mit Rechtsradikalen bewiesen. Zum IHK-Neujahrsempfang am vergangenen Mittwoch hatten sie auch den Vorsitzenden der NPD-Landtagsfraktion, Udo Pastörs, eingeladen. Der saß, sichtlich zufrieden, in der ersten Reihe und lauschte den Vorträgen zum Thema "Heimat - im Spannungsfeld von Globalisierung und Europäisierung". Einer der Redner war Avi Primor, ehemaliger israelischer Botschafter in Deutschland, der die Suche der "Juden Europas" nach einer Heimat thematisierte. Die am folgenden Tag aufbrandende Welle der Kritik konterte Thiele zunächst mit dem Argument, dass sich "unerwünschte Ergebnisse demokratischer Wahlen nicht durch protokollarische Ungleichbehandlungen gewählter Abgeordneter aus der Welt schaffen" ließen. Am Freitagnachmittag bezeichnete er die Einladung Pastörs "vom Ergebnis her" als einen "Fehler" und versprach, Funktionsträger der NPD künftig nicht mehr einzuladen.

DER SPIEGEL 4/2008
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