31.03.2008

AUSWANDERERPommern unter Palmen

Im Süden Brasiliens haben sich vor 150 Jahren Deutsche niedergelassen. Aus einem Dorf wurde die Stadt Pomerode, wo die Nachfahren hingebungsvoll die Traditionen pflegen: mit Volksliedern, Tanzgruppen und in Schützenvereinen - ohne Deutschtümelei. Von Carsten Holm
Die Frage, was typisch deutsch ist, wird in Pomerode, 1000 Kilometer südlich von Rio de Janeiro, auf einer riesigen silberfarbenen Servierplatte beantwortet: Dampfend erhebt sich im Restaurant Wunderwald ein mächtiges Eisbein über zwei Hügeln aus Sauerkraut und Rotkohl. Dazu gibt es Süßkartoffelklöße, gebratenen Maniok, Reis und Apfelpüree, außerdem, warum auch immer, eine Weiß- und eine Bockwurst. Die Platte kostet für zwei Personen umgerechnet 28 Euro, sättigen könnte sie mindestens vier.
So wird ein Besuch im Wunderwald zur Zeitreise. Während Deutschlands Wirte längst dem Ideal der feinen, kalorienbewussten Küche nacheifern, gilt in der im tiefen brasilianischen Süden gelegenen Stadt Pomerode, die 1861 von Deutschen gegründet wurde, das Fünfziger-Jahre-Prinzip: Zu viel ist gerade richtig.
"Die Restaurants mit deutscher Speisekarte sind weithin bekannt für große Portionen, man soll richtig satt werden", sagt Wunderwald-Chef Mazico Bernardino, 58 - als gälte es, den Hunger der schwer arbeitenden ersten Siedlergeneration zu stillen, die dem Ort seinen Namen gab: Immigranten aus Pommern, die ins subtropische Berg- und Hügelland kamen, um den Urwald zu roden und sich dort, im Bundesstaat Santa Catarina, niederzulassen.
Ein kleines Deutschland haben die Einwanderer aufgebaut, die Mitte des 19. Jahrhunderts die pommerschen Kartoffeläcker verließen. Von Armut, Hunger und Hoffnungslosigkeit vertrieben, hatten sie sich aufgemacht, um in der Neuen Welt ihr Glück zu suchen. Der Weg war beschwerlich: 40 bis 120 Tage waren sie, je nach Wetterlage, allein bis Rio de Janeiro unterwegs, an Bord der Dreimaster starben bei manchen Passagen 300 von rund 2000 Passagieren an Epidemien.
Die Deutschen gründeten ein Dorf, das zu einer Stadt mit mehr als 25 000 Einwohnern gewachsen ist. Wie steingewordene Erinnerungen an die alte Heimat wirken die drei Stadttore aus Backstein, und wer die mehr als 150 Fachwerkhäuser passiert, wähnt sich in deutschen Landen - wären da nicht Mangobäume in den Gärten und Palmen am Straßenrand.
Man wohnt im Hotel Schroeder oder im Bergblick, man bestellt im Tortenparadies Schwarzwälder Kirsch, und wer daheim selbstgefangenen Fisch braten will, wirft seinen Köder in den Angelteich Zum lustigen Pommern.
Deutsche Namen dominieren das Stadtbild. Im "Salon da Gisela" putzt man sich heraus, der Doktor Klee ist zur Stelle, wenn es mal zwickt, und wo der nicht mehr helfen kann, bettet die Funerária Kreitlow sanft zur letzten Ruhe. Deutsche Gebräuche und deutsche Namen sind weit verbreitet. 16 Schützenvereine und 5 Volkstanzgruppen pflegen deutsches Kulturgut. Im örtlichen Telefonbuch rangieren die Kruegers mit 59 Einträgen knapp vor den Volkmanns mit 54.
Wer den Vergleich zwischen der "deutschesten Stadt in Brasilien" (Eigenwerbung) und den übrigen Landesteilen ziehen kann, gerät ins Schwärmen. Hella Klumberg, 81, deren Familie aus dem früheren Westpreußen stammt, führt mit ihrer Tochter Dagny Keller, 50, ein Kosmetikunternehmen im rund 600 Kilometer entfernten Moloch São Paulo und wirbt in Pomerode für ihre Produkte. "Das ist nicht dasselbe Land, das ist eine andere Welt hier", sagt sie.
Dem stimmen auch Brasilianer zu, deren Vorfahren nicht aus Deutschland stammen. Die Augenärztin Zuleika Raquel Cleto Dal Col, 61, und ihr Mann Louis Carlos, 59, ein Ingenieur, lebten lange in der rund 150 Kilometer entfernten Großstadt Curitiba. Sie lernten Pomerode kennen, waren begeistert von der "anheimelnden Atmosphäre" und zogen dorthin. Seit 20 Jahren führt Dal Col eine Augenarztpraxis in der Stadt und hat es nicht bereut. Die Stadt sei "sauber und sicher", die Lebensqualität "außergewöhnlich hoch".
Was aber ist das Geheimnis des Erfolgs dieser Stadt, die am Ufer des schmalen Rio do Testo liegt? Wie kam es, dass Pomerode wie ein Ort der Glückseligen wirkt, an dem es weder sichtbare Armut gibt noch eine besorgniserregende Kriminalität wie vor allem im Norden und Nordosten Brasiliens? Wie haben es die Nachfahren der ersten Siedler geschafft, dass alle Kinder eine Schule besuchen und die medizinische Grundversorgung in acht Gesundheitszentren kostenlos angeboten wird?
Der Bürgermeister, der die Geschicke der Stadt lenkt, ist ein auf 193 Zentimeter aufgeschossener, schlanker Mann. Ercio Kriek, 38, residiert im Stadtzentrum in der ersten Etage des Rathauses. Er strahlt über das ganze Gesicht, wenn er Pomerode preist: "Uns geht es wirklich gut hier", sagt er, die Stadt sei "eine der reichsten im Bundesstaat Santa Catarina und wohl eine der reichsten und sichersten in ganz Brasilien. Unser Leitungswasser hat, selten genug im Land, Trinkwasserqualität".
Portugiesisch ist seit der Kolonialzeit Amtssprache in Brasilien, der deutschstämmige Bürgermeister spricht ebenso fließend Deutsch. Wenn Kriek den Wohlstand der Bürger beschreiben möchte, wird das Eigenleben deutlich, das seine Muttersprache entwickelt hat: "Die mehrsten haben sogar eigene Häuser."
Weil Pomerode bis zum Einzug des Internets abgeschieden war von der deutschsprachigen Welt, weil es weder deutsches Fernsehen noch deutsche Zeitungen und nur wenige deutsche Bücher gab, blieb die Stadt eine Sprachinsel, auf der sich das "Pomerode-Deutsch" entwickelte, eine Melange aus Deutsch und portugiesischen Einsprengseln. Gab es technische Neuerungen, für die kein deutscher Begriff bekannt war, übernahmen die Siedler den entsprechenden portugiesischen in ihre Alltagssprache.
Manches Kauderwelsch hat sich bis heute gehalten. "Putz mal die Parabrise", rufen Autofahrer dem Tankwart zu, wenn die Windschutzscheibe einer Reinigung bedarf. "Ich habe tentiert und tentiert und es nicht consegiert", sagt nicht nur Restaurantchef Silvio Schroeder, 45, wenn er mit etwas scheitert, das er mehrmals versucht hat. Schroeder schult sein Deutsch auf spezielle Weise: mit "Asterix"-Heften und mit der Lektüre von Karl Mays "Ölprinz", für die er "ab und an ein Lexikon" braucht.
In allen Pomeroder Schulen wird Deutsch von der ersten Klasse an unterrichtet, das Goethe-Institut fördert die Beschäftigung von Deutschlehrern an staatlichen Schulen. 20 000 Euro stellt die Kölner Zentralstelle für das Auslandsschulwesen der vor Ort hochangesehenen privaten Evangelischen Schule für Deutschlehrer zur Verfügung, Schüler können von der fünften Klasse an bis zu fünf Wochenstunden Deutsch belegen.
"Seit es das Internet gibt, ist es für uns leichter, uns über Deutschland zu informieren", sagt Deutschlehrerin Eliani Strauss, 43. Sie hat 13 Monate in Göttingen als Gastlehrerin gearbeitet, um ihre Sprachkenntnisse zu optimieren. Ihre Kollegin Dalci Valentin, 57, ist schon mit dem Schulchor zu einer Deutschlandtournee aufgebrochen.
Die deutsche Sprache, erzählt Restaurantchef Schroeder, ein studierter Bauingenieur, habe gelitten, als die brasilianische Regierung unter Diktator Getúlio Vargas 1942 an der Seite der USA in den Zweiten Weltkrieg eintrat, Deutsch zur Sprache des Feindes erklärte und verbot. Wer von der Polizei Deutsch sprechend erwischt wurde, dem drohte die Festnahme. Die Deutschstämmigen versteckten ihre Dokumente in Brunnen oder auf Dachböden und vergruben Bücher in ihrem Garten.
Das Misstrauen der Brasilianer war nicht völlig unbegründet. Egon Tiedt, 72, Begründer des Heimatmuseums, erinnert sich daran, dass seine Landsleute bei Versammlungen zuhauf die rechte Hand zum Hitler-Gruß emporreckten. "Die meisten", sagt Tiedt, "unterstützten Hitler."
Immerhin: Die NS-Verbrecher, die nach dem Zusammenbruch der Nazi-Diktatur nach Südamerika strömten, machten um Pomerode einen Bogen. Viele flüchtige Nazi-Größen fanden in Argentinien und Paraguay Unterschlupf, etliche, wie der KZ-Arzt Josef Mengele, der 19 Jahre lang in São Paulo lebte, bis er 1979 starb, auch in Brasilien.
Aber nach Pomerode trauten sich die rund 1200 in Brasilien untergetauchten Hitler-Helfer offenbar nicht. Wohl zu klein und überschaubar mag ihnen die Stadt erschienen sein - und zu groß die Gefahr, entdeckt zu werden.
"Ein paar Jahre Diktatur in Brasilien und das Verbot der deutschen Sprache haben nicht verhindern können, dass drei Viertel unserer Bürger noch immer Deutsch sprechen", sagt Bürgermeister Kriek. Er würdigt die Aufbauleistung der Pioniere ebenso wie die Verdienste der nachfolgenden Generationen. "Es gab immer tüchtige Leute hier, von Beginn an. Wir wissen, was wir den Pionieren zu verdanken haben", betont Kriek.
Die historischen Umstände waren günstig für die Auswanderer aus Deutschland. Brasilien hatte sich 1822 von der Kolonialmacht Portugal gelöst, der neue Kaiser Pedro I. setzte auf eine aktive Einwanderungspolitik, um Handwerker, Bauern und Söldner aus Übersee für sein Reich anzuwerben. Zu den indianischen Ureinwohnern und den portugiesischen Kolonialherren gesellten sich Italiener, Spanier, Polen - und, im Lauf der Zeit, rund 300 000 Deutsche.
Das Angebot des brasilianischen Kaisers war verlockend. Die Siedler bekamen kostenlos 77 Hektar pro Familie, dazu Werkzeug, Vieh und Saatgut, finanzielle Unterstützung während der ersten beiden Jahre und eine Steuerbefreiung für zehn Jahre. Die Kleinbauern sollten ihre Familien ernähren können von den Naturalien, die sie produzierten.
Zuvor musste die Wildnis jedoch urbar gemacht werden. Denn aus dem Dschungel wollten die Pommern ihr Paradies erschaffen, aber der Dschungel hatte so viele Bäume und der Boden so viele Steine, dass der Weg zum Himmel durch die Hölle zu führen schien. Mit Pflug und Hacke rissen sie, bei bis zu 40 Grad im Schatten und 60 in der sengenden Sonne, die Erde auf, legten Äcker an und zogen Straßen. Mit ihren Spaten gruben sie Tausende und Abertausende großer Steine auf ihren Arealen frei und schafften sie weg, um die Flächen bewirtschaften und Häuser bauen zu können.
"Vielleicht haben wir uns ein wenig von der Mentalität der Siedler bewahrt", sagt Bürgermeister Kriek. Nach wie vor genießen die Pomeroder einen hervorragenden Ruf als Arbeitskräfte, in den drei örtlichen Textilfabriken ebenso wie bei dem halben Dutzend Plastikproduzenten, die Spielwaren herstellen. Die Arbeitslosenquote liegt unter einem Prozent.
Die Firma Netzsch aus dem oberbayerischen Waldkraiburg lässt von 450 Mitarbeitern Pumpen für den südamerikanischen und den russischen Markt herstellen, und als die in Lohr am Main residierende Bosch Rexroth AG 2004 prüfte, in China, der Türkei, den USA oder in Südamerika zu investieren, fiel die Wahl auf Pomerode. Bis 2014 soll die Belegschaft von jetzt 350 Mitarbeitern auf rund 1000 wachsen. Bei einem Besuch in der deutschen Zentrale, so Kriek, "hat man mir bedeutet, dass das an der Qualität unserer Leute liegt". Die großen Firmen, sagt der Bürgermeister, zahlten "scheenes Geld". 900 Reais, umgerechnet rund 350 Euro, sind üblich, Bosch Rexrodt entlohnt sein Personal mit etwa dem Doppelten. Damit können die Pomeroder ihr Auskommen haben - wenn sie nicht 300 Reais für das Schulgeld etwa an der privaten Evangelischen Schule aufbringen müssen.
Kriek weiß, dass Amtskollegen in Deutschland unter knappen Kassen leiden, Freibäder schließen oder notwendige Straßenbauprojekte aufschieben. Er weiß auch, dass ihn viele beneiden könnten um sein Finanzpolster, das sogar Investitionen ermöglicht, die nicht zwingend sind. So entsteht in Pomerode gerade ein Kulturzentrum mit einem Theater, einem Museum und einer Tanzschule.
Mehr noch: Klagen die Bürger darüber, dass es zu wenige Häuser gibt, wird Abhilfe geschaffen. Die Stadt weist nicht nur Grundstücke aus, sondern baut jetzt 60 Einfamilienhäuser, die samt Areal umgerechnet jeweils 10 000 Euro kosten. Die Bürger erhalten einen zinsgünstigen Kredit und können ihre Schulden in 20 bis 30 Jahren abstottern. Mietwohnungen, was Wunder, gibt es kaum.
Dass Sicherheit herrscht, wo Wohlstand sich breitmacht, wird in Pomerode deutlich. Es gebe "kaum Kriminalität", sagt Laercio Krueger, 44, Vizechef der Militärpolizei, an einen Mord kann er sich nicht erinnern. Das jüngste bemerkenswerte Verbrechen ereignete sich Ende 2006, es zeigt, dass ein Wohlstandsgefälle die Sicherheit gefährdet. Der Taxifahrer Waldemar Buse, 59, wurde Opfer von zwei Car-Nappern. Sie raubten ihm seinen ziemlich neuen Chevrolet Vectra mit gezogener Pistole und setzten ihn, an Händen und Füßen gefesselt, aus. Die Täter kamen, so trösteten sich die Einheimischen, von auswärts.
Es war das andere Brasilien, das da in Pomerode eingefallen war.
Bürgermeister Kriek ist kein Schönfärber. Ihn bedrückt, dass es in der Stadt rund hundert zumeist junge Leute gibt, die Drogenkonsumenten sind, manche sogar Schwerstabhängige. Ab und an sieht man sie und erkennt sie gleich, sie fallen auf mit ihren verwahrlosten Klamotten im sonst so gepflegten Pomerode. Einen Grund für diese Dramen sieht Kriek in der "immer schwächer werdenden Bindungskraft der Familien".
Früher, sagt der Bürgermeister, während seiner Jugend in den siebziger Jahren, hätten die Kinder bis zum Alter von 16 Jahren das Haus nur in Begleitung der Eltern verlassen dürfen, hätten bei Fehlverhalten Schläge bekommen und "aufgegessen, was auf den Tisch kam". Ein bisschen klingt es so, als trauere Kriek diesen brachialen Zeiten nach, wenn er auch weiß, "dass sich das Rad nicht zurückdrehen lässt".
Die neue Zeit aber hat den Pomerodern auch neue Möglichkeiten eröffnet. Bis in die neunziger Jahre schotteten sich die deutschstämmigen Pomeroder gegen andere Zuwanderer ab, Eheschließungen mit Fremden waren verpönt.
Die Deutschen, sagt Roland Findeis, 61, hätten die Neuankömmlinge lange Zeit nicht geachtet. Der Rentner, der sich mit der Tanzkapelle Hausmusikanten ein Zubrot verdient, erzählt von den Ressentiments der Siedlernachkömmlinge gegen die oft dunkelhäutigen Brasilianer, die aus Paraná, der Gegend um die Wasserfälle von Iguaçu, kamen, um Arbeit zu suchen.
Wunderwald-Chef Bernardino gehörte zu jenen, die es schwer hatten. Jahrelang war er mit einem Handwagen durch Pomerode gezogen und hatte Bettwäsche verkauft. Er wurde erst anerkannt, als er zum Wirt aufstieg. Er spricht inzwischen fließend Deutsch und hat, wie er grinsend erzählt, viel von den Deutschen gelernt: "Ich weiß, wie gut ein Kurzer nach gutem Essen dem Magen tut."
Erst seit einigen Jahren wird es nicht mehr weiter beachtet, wenn junge deutschstämmige Pomeroder sich auch mit den Kindern der Zugezogenen anfreunden. Der Freundeskreis des Informatikstudenten Philipp Albert Schroeder, 20, etwa besteht jeweils zur Hälfte aus jungen Leuten beider Gruppen. "In der jüngeren Generation spielt die Herkunft keine Rolle mehr", sagt er.
Von Deutschtümelei ist in Pomerode wenig zu spüren. Man pflegt die deutsche Kultur - oder was man dafür hält. Aber man übertreibt es nicht.
Das Grundgefühl der Pomeroder ist multikulturell. Die Rockband New Rose singt ihre Lieder auf Englisch und auf Deutsch. Jugendliche wie Adriano Romig, 15, spielen Akkordeon, singen deutsche Volkslieder oder lauschen der Musik der Scorpions oder von Rammstein.
Bei Fußballweltmeisterschaften strömen die Pomeroder mit schwarzrotgoldenen Fahnen in der einen und ihrem eigenen Maßkrug in der anderen Hand zur "Schornstein"-Brauerei gleich neben dem Tierpark, wenn Spiele der deutschen Elf auf einem Großbildschirm übertragen werden. Sie grölen und trampeln für die Deutschen und für Deutschland. Aus ganzem Herzen - aber nur, falls Brasilien ausgeschieden ist.
Ausgelassen bricht sich deutsches Wesen Bahn, wenn die Pomeroder feiern. Auf Hochzeiten trägt die Band Hausmusikanten das "Kufsteinlied" vor, und wenn die drei Musiker den deutschen Text vergessen haben, hangeln sie sich, verschämt lächelnd, mit einem "Lalala" zur nächsten Strophe.
Schmunzelnd erzählt Restaurantchef Schroeder, was passiert, wenn bei den großen Festen in der Stadt der Pommern zu später Stunde der Alkoholpegel steigt. Dann wird getanzt und geschunkelt, und dann naht dieser Moment, in dem die Kapelle das Lied anstimmt, bei dem der ganze Saal johlt: "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad."
"Die Pomeroder", sagt Schroeder lächelnd, legt den Kopf, wie um Verständnis bittend, etwas zur Seite, bevor er noch einmal ansetzt, "die Pomeroder sind dann nicht mehr zu bremsen."
Von Carsten Holm

DER SPIEGEL 14/2008
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