04.08.2008

GESTORBENAnkepetra Müntefering

Ankepetra Müntefering , 62. Sie strahlte stets gute Laune aus, erinnern sich Kollegen aus dem SPD-Fraktionsvorstand, und manch einer war verwundert, dass sie sich ausgerechnet in den oft mürrisch wirkenden Franz Müntefering verliebte. 1995 haben die Mitarbeiterin aus dem Fraktionsvorstand und der Politiker geheiratet. Für beide war es die zweite Ehe; sie brachte einen Sohn und eine Tochter mit, er zwei erwachsene Töchter. Ankepetra war die wichtigste Gesprächspartnerin für den Sauerländer, und er versuchte, so viel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen. Die Norddeutsche zog mit ihm an die Spree. Als 2002 bei Ankepetra Müntefering Brustkrebs festgestellt wurde, erfuhren nur die engsten Freunde davon. 2006 zog das Paar zurück nach Bonn, wegen der dortigen Uni-Klinik und weil sie ihre Familie um sich haben wollte. Im November 2007 legte der damalige Vizekanzler und Arbeitsminister seine Ämter nieder, um sich mehr um seine kranke Frau kümmern zu können. Er hat sie gepflegt bis zuletzt. Ankepetra Müntefering starb am 31. Juli in Bonn.

DER SPIEGEL 32/2008
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