18.08.2008

Szene GesellschaftWas war da los, Frau Cao?

Die Pekingerin Cao Shunli, 47, über Meinungsfreiheit während der Olympischen Spiele
"Ich hatte in meinem Leben viele Probleme mit Vermietern, mit Arbeitgebern, auch mit Polizisten. Sie haben mich gezwungen umzuziehen, ich wurde arbeitslos. Ich kämpfe jetzt um Wiedergutmachung. Auf meinem Banner steht, dass ich mein Recht will. Und dass die Regierung die Menschenrechte schützen soll. Immerhin wurde uns kurz vor den Olympischen Spielen gesagt, dass wir jetzt demonstrieren dürfen, wenn wir einen Antrag stellen. Aber meiner ist abgelehnt worden. Die Polizisten haben nur gelacht und mich fortgeschickt. Deshalb rolle ich mein Banner wieder aus. Ich habe das in den letzten zehn Jahren schon 40-mal gemacht, und zweimal hat mich die Polizei dafür eingesperrt. Meine Nachbarn sind gegen mich, sie sagen: Es müsse endlich Frieden sein. Aber sie sind nur feige, und ich werde so lange weiterkämpfen, bis ich mein Recht bekomme."

DER SPIEGEL 34/2008
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