01.09.2008

Leserbriefe„Annahme verweigert“

Nr. 34/2008, Affären: Datenklau-Skandal weitet sich aus
Schlimm genug, dass persönliche Daten weiterverkauft und von windigen Firmen zu unerwünschter Telefonwerbung benutzt werden. Noch schlimmer ist, dass betrügerische Unternehmen die Kontodaten zu ungenehmigten Abbuchungen missbrauchen. Ganz schlimm ist allerdings, dass diese Betrüger auch noch Banken finden, die ihnen das Einzugsverfahren genehmigen und erst dadurch den Geldklau ermöglichen. Bis die Geschädigten den Verlust auf ihrem Konto bemerken, bei der eigenen Bank reklamiert und ihr Geld - hoffentlich - zurückbekommen haben, hat der Betrüger die ihm zu Unrecht gutgeschriebenen Summen bereits abgehoben. Sollte die Bank deshalb die Rückbuchung verweigern, macht sie sich zu Handlangern der Betrüger.
CALW (BAD.-WÜRTT.) PETER ROELECKE
Da liefern renommierte Firmen wie Bertelsmann, SKL und NKL, um Geld zu sparen, ihre Kunden dubiosen Callcentern aus, und wenn diese dann die Menschen betrügen, waschen sie ihre Hände in Unschuld. Und was macht der Gesetzgeber? Nichts, wie Frau Künast von den Grünen dazu sagt, denn die Abgeordneten des Bundestags haben keinen Bock darauf, der technologischen Entwicklung ständig "hinterherzuhinken". Toll!
PINNEBERG (SCHL.-HOLST.) HARTMUT BÖRNER
Anfang April wurde eines meiner Bankkonten durch eine mir unbekannte DTD Dienstleistungsgesellschaft mit dem Vermerk "2. Ziehung" angegriffen und mit 49,90 Euro belastet. Mit sofortiger Rückbuchung habe ich die Gesellschaft unter Fristsetzung aufgefordert mitzuteilen, wie sie sich meine Daten widerrechtlich angeeignet hat und deren sofortige Vernichtung gefordert. Nach ergebnislosem Fristablauf erstattete ich am 29. Mai 2008 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankenthal mit der Bitte, den Eingang zu bestätigen. Darauf warte ich heute noch, so dass der Eindruck entsteht, als würden derartige Betrugsversuche nicht ernst genommen.
GUMMERSBACH FRIEDRICH W. HEIMANN
Es gibt gegen Datenklau ein ganz gutes Mittel: alle nicht angeforderten Postwurfsendungen zurückschicken, mit der Aufschrift "Annahme verweigert". Dann wird irgendwann die Post nicht mehr mitspielen beziehungsweise die von ihr beauftragten Agenturen. Die sind ja auch ein wichtiger Daten-Umschlagplatz.
POTTENSTEIN (BAYERN) DR. JOACHIM SCHULTZ

DER SPIEGEL 36/2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 36/2008
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Leserbriefe:
„Annahme verweigert“

  • Überwachung in China: Zwei Schritte - und die Software weiß, wer Sie sind
  • Reaktion auf Trumps Angriffe: "Er will gar nicht mehr Präsident sein"
  • Auto auf Abwegen: Wofür man ein SUV in der Stadt braucht
  • Straße von Hormus: Videos zeigen Festsetzung von britischem Tanker