01.09.2008

AUSLANDSEINSATZBahnbau am Hindukusch

Die Bundeswehr erwägt den Bau einer 67 Kilometer langen Eisenbahn in Afghanistan. Sie soll die große Nachschubbasis in Masar-i-Scharif mit dem Städtchen Hairatan an der usbekischen Grenze verbinden. Der Ort hat dank einer 1982 von den Sowjets errichteten Brücke über den Grenzfluss Amudarja Anschluss an das Bahnnetz in der usbekischen Stadt Termez, wo die deutsche Luftwaffe einen Stützpunkt unterhält. Die Kosten sind noch nicht berechnet. Weil die Bahn nicht nur die Versorgung der Nato-Truppen erleichtern, sondern auch die Wirtschaft in der Region fördern würde, hoffen die Militärs auf Finanzierungsbeiträge des Entwicklungshilferessorts und internationaler Organisationen. Bei dem Projekt könnte sich Berlin auf gut 20 Jahre alte Pläne aus sowjetischer Besatzungszeit stützen. Sie sahen eine rund 200 Kilometer lange Trasse von Hairatan über Masar bis nach Pul-i-Khumri vor, wurden aber nie verwirklicht. Gemäß einem Vertrag mit Moskau darf die Bundeswehr Nachschub per Bahn durch Russland in Richtung Afghanistan transportieren.

DER SPIEGEL 36/2008
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