01.09.2008

NACHLÄSSEMöllemann-Gläubiger erleiden Verlust

Gläubiger des verstorbenen früheren Bundeswirtschaftsministers und FDP-Spitzenpolitikers Jürgen W. Möllemann bleiben voraussichtlich auf mehr als drei Millionen Euro Forderungen sitzen. Berechtigte Ansprüche "in dieser Größenordnung können nicht beglichen werden", bestätigte Norbert Kruse, der Insolvenzverwalter des Möllemann-Nachlasses. Am 24. September wird die abschließende Rechnungslegung mit den Gläubigern erörtert. Rechtsanwalt Kruse will das Insolvenzverfahren am Amtsgericht Münster (Aktenzeichen 70 IN 128/04) noch im September mit einer sogenannten Schlussverteilung des vorhandenen Vermögens beenden. Die verfügbare Summe beträgt nach dem Verkauf einer Ferienvilla Möllemanns auf Gran Canaria 1 249 031,46 Euro. Dem stehen laut Berechnungen Kruses "Forderungen von Insolvenzgläubigern ... in Höhe von insgesamt ¿ 4 432 586,06" gegenüber. Das vorhandene Geld soll nun anteilig an die Anspruchssteller verteilt werden. Hauptgläubiger sei aufgrund von Steuerschulden Möllemanns der Fiskus, so der Insolvenzverwalter.

DER SPIEGEL 36/2008
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