01.09.2008

SCHULETelefonjoker in Prüfungen

Der Traum aller Schüler ist kürzlich an einer Mädchenschule in Sydney in Erfüllung gegangen: Spicken war erlaubt. In einem Pilotprojekt durften die Mädchen während zweier Englischprüfungen im Internet surfen und Freunde anrufen, wenn sie nicht weiterwussten. Einzige Bedingung: Die Schüler mussten alle Quellen offenlegen, um pures Abschreiben zu verhindern. Im Arbeitsleben müssten die Jugendlichen nie wieder solch eine Menge an Informationen in ihren Köpfen herumtragen wie in der Schule, erklären Lehrer des Presbyterian Ladies' College ihre neuen Prüfungsmethoden. Heute sei es deshalb wichtiger, Schüler darauf vorzubereiten, schnellstmöglich Informationen zu beschaffen und deren Glaubwürdigkeit zu überprüfen. Beim Testlauf sollten die Schülerinnen ein Sonett und einen Besinnungsaufsatz schreiben. Die meisten nutzten Handy und Laptop, einige blieben bei Stift und Papier. Doch egal, ob Technik oder Tradition - im Ergebnis schnitten beide Gruppen gleich gut ab. Die Lehrer überlegen nun, das Projekt auf andere Fächer auszuweiten.

DER SPIEGEL 36/2008
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