01.09.2008

BASKETBALLEuropa lockt NBA-Stars

Wenn wie in Peking olympisches Gold zu holen ist, gehen die amerikanischen Superstars des Basketballs gern einmal ins Ausland, ansonsten aber bleiben sie lieber in der heimischen Profiliga NBA. Dass Kobe Bryant oder LeBron James für einen spanischen oder russischen Verein antreten, schien unvorstellbar; bislang kamen höchstens Spieler nach Europa, die in Amerika gescheitert oder zu alt geworden waren. Doch Spitzenclubs wie der FC Barcelona oder ZSKA Moskau beginnen, die NBA-Elite mit Millionengehältern zu locken. Jüngst unterschrieb Josh Childress, 25, von den Atlanta Hawks für 20 Millionen Dollar netto einen Dreijahresvertrag beim griechischen Topteam Olympiakos Piräus - und sogar Bryant und James können sich grundsätzlich vorstellen, über den Atlantik zu wechseln. "Italien, Griechenland, Russland, 40 Millionen Dollar im Jahr? Ja, ich komme", sagt Bryant, 30, der bei den Los Angeles Lakers in der kommenden Saison 23 Millionen verdient. Die europäischen Clubs profitieren davon, dass der hohe Wechselkurs des Euro Verträge auf Dollar-Basis vergünstigt hat. Außerdem existiert hier, anders als in der NBA, keine Gehaltsobergrenze ("salary cap") für die Teams. Nicht einmal die Sprache ist zwangsläufig ein Hindernis für einen Star wie Kobe Bryant: Er ist in Italien aufgewachsen und beherrscht neben Italienisch auch Spanisch. Allerdings läuft sein Vertrag bei den Lakers noch bis 2011 - Zeit genug, sich die weitere Entwicklung in Europas Profibasketball anzuschauen.

DER SPIEGEL 36/2008
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