01.09.2008

KATASTROPHENKünstlicher Wirbelsturm

Was geschieht, wenn Wind mit mehr als 300 Stundenkilometern über ein zweistöckiges, 180 Quadratmeter großes Ziegelhaus fegt? Mike Bartlett von der kanadischen University of Western Ontario wird es bald wissen. Zusammen mit Kollegen hat der Forscher eine Testanlage in Betrieb genommen, die in der Lage ist, ein komplettes Haus unter Laborbedingungen den Kräften extremer Winde auszusetzen. Eine Art Hangar wird über das Testhaus gefahren. 60 leistungsstarke Druckerzeuger simulieren den Sturm. Die Forscher hoffen, mit der Anlage die Schwachpunkte typischer Wohnhäuser zu ergründen. Die Erkenntnisse sollen den Hausbau in Hurrikan-Gebieten verbessern und Katastrophen wie jene von New Orleans verhindern, wo der Wirbelsturm "Katrina" vor drei Jahren rund 100 000 Häuser schwer beschädigte oder sogar komplett zerstörte. Die ersten Erkenntnisse über das Testhaus hat Bartlett offenbar schon vor Versuchsbeginn gewonnen: "Wir sind sicher, dass zuerst das Dach wegfliegt."

DER SPIEGEL 36/2008
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KATASTROPHEN:
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