22.09.2008

PRESSEFREIHEITAl Gore schließt Journalisten aus

Für neuen Unmut unter Journalisten sorgt der frühere US-Vizepräsident und Nobelpreisträger Al Gore. Bei einem Symposium der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft am 17. Oktober in München wird Gore auf Vermittlung der New Yorker PR-Agentur Harry Walker eine Rede halten. Selbstakkreditierte Journalisten müssen aber den Saal verlassen, sobald Gore ans Pult tritt. Die PR-Agentur der mit öffentlichen Mitteln finanzierten Veranstaltung verweist auf die US-Bedingungen für den Gast. "Wir haben hier eine Schieflage", so der Geschäftsführer des Deutschen Presserats Lutz Tillmanns, "da es im politischen Bereich nach Show und Entertainment immer mehr Einschränkungen der Berichterstattung gibt." Der Justitiar des Deutschen Journalisten Verbands fordert eine Überprüfung der Landespressegesetze, um die "Grauzone der Zensur" zu beseitigen. Im vergangenen Jahr sorgte Gores Agentur durch einen ähnlichen Knebelvertrag für Journalisten bei einem Vortrag für den Energiekonzern EnBW für Ärger.

DER SPIEGEL 39/2008
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PRESSEFREIHEIT:
Al Gore schließt Journalisten aus

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