20.10.2008

TELEKOMMUNIKATIONSparvorwahl wird zum Auslaufmodell

Bei der Liberalisierung des Telefonmarkts vor zehn Jahren waren die sogenannten Call-by-Call-Tarife für viele Verbraucher der Einstieg in die Welt des billigen Telefonierens - und für Dutzende Anbieter ein simples Erfolgsmodell mit wenig Kapitalbedarf. Inzwischen jedoch entwickelt sich das Geschäft immer mehr zum Auslaufmodell. Seit dem Spitzenjahr 2005, als die Call-by-Call-Anbieter 148 Millionen Verbindungsminuten pro Tag verbuchten und damit fast ein Viertel des gesamten Festnetz-Telefonverkehrs auf sich vereinten, sinken die Umsätze dramatisch. 2008, so die neuesten Analysen des Branchenverbands VATM, telefonieren die Deutschen täglich nur noch 107 Millionen Minuten über die mit der Ziffer 010 beginnenden Billigtarife. Ihr Marktanteil sinkt damit auf 16 Prozent, den niedrigsten Wert seit 2002. Der Grund hierfür: Da die Normaltarife drastisch gesunken sind, lohnt die lästige Vorwahl kaum noch. Große Konkurrenten bieten zudem Komplettanschlüsse mit günstigen Flatrates an, und einige Millionen Haushalte in Deutschland telefonieren bereits via DSL-Anschluss über das Internet.

DER SPIEGEL 43/2008
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TELEKOMMUNIKATION:
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