27.10.2008

FDPBekenntnis zum starken Staat?

Bei den Freien Demokraten ist Streit über die Haltung der Partei zur Finanzkrise ausgebrochen. Der frühere FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhardt will dem Präsidium demnächst ein Grundsatzpapier präsentieren, das Lehren für die Rollenverteilung von Markt und Staat ziehen soll. "Es reicht nicht aus, den Finanzmärkten neue Regeln zu geben", sagt Gerhardt. "Wir müssen uns in der Wirtschaft auch wieder stärker auf liberale Grundwerte besinnen." Dazu gehörten etwa Prinzipien wie "Bescheidenheit, Maßhalten sowie die Tugenden des ehrbaren Kaufmanns". FDP-Chef Guido Westerwelle hatte dagegen jüngst gesagt, Liberale seien schon immer für "einen starken Staat" eingetreten. Auch FDP-Wirtschaftssprecher Rainer Brüderle hat dem Parteipräsidium ein Papier zur Finanzkrise vorgelegt. Darin plädiert Brüderle unter anderem für eine stärkere Managerhaftung bei Fehlverhalten sowie für die Einführung von Ehrenkodizes für die Finanzbranche.

DER SPIEGEL 44/2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 44/2008
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

FDP:
Bekenntnis zum starken Staat?

  • Walkadaver in der Tiefsee: Gefundenes Fressen
  • Videoanalyse zum Brexit-Deal: "Für Johnson wird es sehr knapp werden"
  • Kuriose Operation: Flügeltransplantation für Schmetterling
  • Versprecher von FDP-Chef Lindner: Thüringen statt Syrien