03.11.2008

POPEndlich Demokratie

Eigentlich war das Werk längst als schlechter Scherz abgeschrieben. Seit Jahren wurde "Chinese Democracy", das Comeback-Album der amerikanischen Skandal-Rockband Guns N' Roses, immer mal wieder angekündigt - und dann doch in schöner Regelmäßigkeit abgesagt. Aber nun, 15 Jahre nach dem letzten Studioalbum der Band, erscheint die Platte tatsächlich am 22. November. Von der Originalbesetzung der Gruppe, der mit "Appetite for Destruction" und "Use Your Illusion" einst Millionen-Bestseller gelangen, ist nach ausgiebigen Streitereien nur noch Sänger Axl Rose, 46, übrig geblieben. Der hatte sich gewitzt die Rechte am Bandnamen gesichert. Warum das Werk mit dem seltsamen Namen so lange auf sich warten ließ, bleibt bis auf Weiteres ungeklärt. Fest steht, dass das FBI gegen einen Mann ermittelt, der illegal Songs von "Chinese Democracy" vorab im Internet verbreitete. Hat sich das Warten gelohnt? Die Lieder wirken ebenso melodienarm wie dröhnend vertraut. Der Zielgruppe dürfte das relativ egal sein: Mit einem ähnlich mittelmäßigen Werk ist den Veteranen der Rockband AC/DC gerade ein globaler Bestseller gelungen.

DER SPIEGEL 45/2008
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